Neues aus Kuba
|
27.05.2026 10:00 Uhr
![]()
Kuba hat die Vereinten Nationen um Schutz vor einer befürchteten US-Invasion gebeten. Außenminister Rodríguez warnte UN-Generalsekretär Guterres vor einem „Blutbad" und forderte ein Ende der militärischen Drohungen aus Washington.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Video. Rechte beim Uploadenden.
Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez hat die Vereinten Nationen um Unterstützung gebeten, um eine befürchtete militärische Aggression der USA gegen die Insel zu verhindern. Bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres am Dienstag (26.) in New York forderte er dessen "Beitrag" ein, wie Rodríguez auf sozialen Medien mitteilte. "Ich bat um den Beitrag der UNO, um eine militärische Aggression der USA gegen Kuba zu stoppen, die ein Blutbad verursachen würde, und damit die Drohungen mit Gewaltanwendung aufhören", schrieb der Chefdiplomat. Rodríguez nahm an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates teil.
In dem Gespräch mit Guterres habe er zudem die "schwere humanitäre Lage des kubanischen Volkes" geschildert, die eine direkte Folge der "extremen Verschärfung der Blockade durch die US-Regierung" sei. Diese umfasse zusätzliche Maßnahmen, sekundäre Sanktionen und eine "brutale Energiekreisellage". Trotz aller Widrigkeiten und der "Inkohärenz der Gegenseite" bekräftigte Rodríguez die Bereitschaft Kubas zu bilateralen Gesprächen mit den USA, jedoch "ohne Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten, unser politisches System oder unsere Wahlen". Der Minister habe dem UN-Chef auch die "Ablehnung der infamen, betrügerischen und illegalen Anklageerhebung" des US-Justizministeriums gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro erläutert. Es geht um den Abschuss von zwei Kleinflugzeugen durch kubanische Streitkräfte vor dreißig Jahren, bei dem vier Menschen ums Leben kamen. Rodríguez bekräftigte zudem Kubas "Bekenntnis zu Frieden und internationaler Sicherheit, zum Multilateralismus, zur Zusammenarbeit und zur Achtung des Völkerrechts". Bereits in seiner Rede vor dem Sicherheitsrat, der von China einberufenen Sitzung, hatte Rodríguez Washington beschuldigt, mit der Energiekreisellage gegen die Insel einen "Akt des Krieges und des Völkermords" zu begehen. Zugleich signalisierte er weiterhin Gesprächsbereitschaft mit der US-Regierung. Seit Jahresbeginn hat die Administration von US-Präsident Donald Trump den Druck auf Havanna massiv erhöht: Eine Erdölblockade seit fünf Monaten und eine Ausweitung der Wirtschaftssanktionen sollen die Regierung in die Knie zwingen. Trump hat zudem seine Drohungen verstärkt, die "Kontrolle über das Land zu übernehmen". Diese Maßnahmen sowie die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, eines Schlüsselverbündeten Kubas, im Januar in Caracas haben die wirtschaftliche und humanitäre Krise auf der Insel weiter verschärft. Kuba leidet unter akuter Treibstoffknappheit und einer schweren Energiekrise.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/9yur5)
Autor: Leon Latozke
Letzte Meldungen
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |


RSS-Feed