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Die kubanische Regierung hat die US-Politik unter Donald Trump als „chaotisch und faschistisch“ kritisiert und Menschenrechtsverletzungen gegenüber Migranten angeprangert. Kuba warnt vor wirtschaftlichen und politischen Folgen, fordert Respekt für ihre Souveränität und signalisiert begrenzte Gesprächsbereitschaft.
14.01.2026 06:00 Uhr
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Die kubanische Regierung hat die innenpolitische Lage in den Vereinigten Staaten unter der Präsidentschaft von Donald Trump scharf kritisiert. Außenminister Bruno Rodríguez bezeichnete die Verwaltung in einem Beitrag auf der Plattform X als „chaotisch und faschistisch“ und warf Washington vor, durch seine Politik „Hass, Gewalt und Tod“ unter der eigenen Bevölkerung zu fördern. Insbesondere verwies Rodríguez auf Proteste gegen das US-Immigrations- und Zollamt ICE nach dem tödlichen Schuss eines Agenten in Minneapolis sowie auf die Situation von Migranten, deren Rechte seiner Einschätzung nach massiv verletzt würden.
Die Äußerungen fallen in eine Phase besonders angespannter Beziehungen zwischen Havanna und Washington. Hintergrund ist die US-Militäroperation in Venezuela Anfang Januar, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores entführt wurden. Kuba verurteilte den Einsatz und bezeichnete ihn als illegal. Präsident Miguel Díaz-Canel betonte die Verbundenheit Kubas mit Caracas und kündigte Schutzmaßnahmen für kubanische Staatsangehörige in Venezuela an. Die USA hatten zuvor Sanktionen gegen Kuba verschärft, unter anderem im Bereich Energie, medizinischer Missionen und Tourismus. Mit der praktisch vollständigen Unterbrechung der venezolanischen Erdöllieferungen wird ein historisch zentraler Wirtschaftsfaktor der Insel getroffen. Beobachter sehen darin einen erheblichen Druck auf Kubas ohnehin angespannte Wirtschaft, die seit 2025 unter Versorgungsengpässen, rückläufigem Tourismus und steigender Abwanderung leidet. Trotz der Belastungen weist die kubanische Führung jegliche Vorwürfe zurück und fordert Respekt für die nationale Souveränität. Offizielle Gespräche mit Washington finden derzeit nicht statt. Kubas Regierung signalisiert jedoch grundsätzlich Gesprächsbereitschaft „auf der Basis gegenseitigen Respekts“ und macht klar, dass Einmischung in innere Angelegenheiten nicht akzeptabel sei.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/6xing)
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