Neues aus Kuba
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In Kuba gehen die Infektionszahlen von Dengue- und Chikungunya-Fällen deutlich zurück. Laut offiziellen Angaben sank die Zahl der gemeldeten Arbovirose-Fälle in der dritten Kalenderwoche um fast 30 Prozent.v Trotz der positiven Entwicklung betonen die Behörden die Notwendigkeit, die epidemiologische Überwachung aufrechtzuerhalten.
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In Kuba ist die Zahl der durch Stechmücken übertragenen Infektionskrankheiten zuletzt spürbar gesunken. Nach offiziellen Angaben ging die Zahl der gemeldeten Fälle von Arbovirosen, insbesondere Dengue- und Chikungunya-Fieber, in der dritten Kalenderwoche des Jahres um 29,3 Prozent zurück. Die Daten wurden bei einem Treffen vorgestellt, an dem Präsident Miguel Díaz-Canel sowie Vertreter des Gesundheitswesens und der Wissenschaft teilnahmen. Bereits seit drei Wochen halte diese rückläufige Entwicklung an.
Das Gesundheitsministerium sprach von einer kontinuierlichen Abnahme sowohl bestätigter als auch vermuteter Erkrankungen. Der Rückgang betreffe alle Landesteile, falle jedoch im Westen und im Zentrum der Insel besonders deutlich aus. Nach Einschätzung des Mathematikers Raúl Guinovart Díaz von der Universität Havanna zeigen die statistischen Auswertungen eine landesweit konsistente Tendenz. Trotz der positiven Zahlen mahnen die Behörden zur Vorsicht. Auch wenn die Reduktion der Infektionen inzwischen deutlich über 20 Prozent liege, dürfe die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung nicht nachlassen. Die epidemiologische Überwachung müsse aufrechterhalten werden, da neue Ausbrüche jederzeit möglich seien. Arbovirale Erkrankungen zählen weiterhin zu den relevanten Gesundheitsrisiken auf der Insel. Neben der aktuellen Infektionslage befasste sich das Treffen mit längerfristigen gesundheitspolitischen Maßnahmen. Im Mittelpunkt stand dabei die Produktion sogenannter Biosimilars durch den staatlichen Biotechnologiekonzern BioCubaFarma. Nach Angaben kubanischer Forscher sind diese Medikamente in Struktur, biologischer Aktivität, Sicherheit und Wirksamkeit mit bereits international zugelassenen Arzneimitteln vergleichbar, beruhen jedoch auf einer nachgebildeten Variante des jeweiligen Wirkstoffs. Die Herstellung von Biosimilars soll den Zugang zu wirksamen Therapien erleichtern und zugleich die Kosten für das staatliche Gesundheitssystem senken. Dies gilt in Kuba als ein wichtiger Ansatz, um die Versorgung auch unter wirtschaftlich angespannten Bedingungen abzusichern. Darüber hinaus wurden Einzelheiten der antivectoriellen Kampagne für das erste Halbjahr festgelegt. Vorgesehen sind unter anderem regelmäßige Zyklen zur Ausbringung von Mitteln gegen Mückenlarven sowie organisatorische Maßnahmen zur Sicherstellung der notwendigen Materialien. Ziel ist es, die Präventionsarbeit unabhängig von kurzfristigen Erfolgen konsequent fortzuführen.
Quelle: Telesur (https://t1p.de/l6unv)
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