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Zum 105. Geburtstag von Alicia Alonso würdigt das Ballet Nacional de Cuba die legendäre Tänzerin mit einer Sonderspielzeit von Don Quijote. Vom 19. Dezember 2025 bis 1. Januar 2026 treten sowohl etablierte Tänzer als auch Neuzugänge in den Hauptrollen auf, begleitet von internationalen Gaststars.
06.12.2025 08:30 Uhr
Abbildung: Symbolbild von Kamilalsaid, Cuban National Ballet 2015, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY-SA 4.0
Zum 105. Geburtstag der legendären kubanischen Tänzerin Alicia Alonso plant das Ballet Nacional de Cuba (BNC) eine besondere Aufführungsreihe des Klassikers Don Quijote. Die erste Vorstellung findet am 19. Dezember 2025 in der Sala Avellaneda des Teatro Nacional de Cuba statt, das Ende der Reihe ist für den 1. Januar 2026 vorgesehen. Mit den Aufführungen würdigt das BNC das Lebenswerk Alonso, die als Mitbegründerin des kubanischen Balletts und prägende Persönlichkeit der internationalen Tanzszene gilt.
Alicia Alonso, 1920 geboren und 2019 im Alter von 98 Jahren verstorben, prägte den kubanischen Tanz über Jahrzehnte hinweg. Sie verband als Tänzerin, Choreografin und Leiterin des BNC höchste künstlerische Präzision mit einem eigenständigen Stil. 1948 gründete sie gemeinsam mit den Brüdern Fernando und Alberto Alonso das Ballet Alicia Alonso, die erste ihrer Art auf Kuba, das international für seine technische Strenge und die Orientierung an klassisch-romantischen Traditionen bekannt wurde. 2018 wurde das Ballett als „Máxima expresión de la escuela cubana de ballet“ zum Kulturerbe der Nation erklärt. Das umfasst neben den Aufführungen auch das Repertoire, Archivmaterial, Dokumente und Objekte der Institution. Die aktuelle Inszenierung von Don Quijote verspricht Neuerungen, darunter Debüts mehrerer Tänzerinnen und Tänzer in den Hauptrollen, die mit etablierten Künstlern der Kompanie gemeinsam auftreten werden. Zudem werden internationale Gaststars erwartet, deren Namen das BNC noch bekanntgeben wird. Bereits 2020 hatte Kuba den 21. Dezember, Alonso’s Geburtstag, zum „Día de la Danza Iberoamericana“ erklärt, um die Bedeutung der Tänzerin für die Kultur der iberischen Welt zu würdigen. Mit dieser Ehrung setzt Kuba die Tradition fort, herausragende Persönlichkeiten der nationalen Kultur in den Mittelpunkt zu stellen. Alonso hinterließ nicht nur ein künstlerisches Erbe, sondern prägte über Generationen hinweg die Ausbildung und internationale Reputation kubanischer Tänzerinnen und Tänzer. Die bevorstehende Aufführungsreihe von Don Quijote versteht sich als direkte Hommage an ihr Lebenswerk, das weit über die Grenzen Kubas hinaus anerkannt ist.
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Text: Leon Latozke
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