Neues aus Kuba
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29.03.2026 12:00 Uhr
China liefert tausende Tonnen Reis nach Kuba, um Versorgungsengpässe zu lindern. Die Lieferung kommt zur rechten Zeit – und verweist auf eine strategische Partnerschaft.
Kuba hat eine weitere Lieferung von Nahrungsmitteln aus China erhalten. Nach offiziellen Angaben trafen 15.600 Tonnen Reis im Hafen von Havanna ein. Die Lieferung ist Teil eines Hilfsprogramms, in dessen Rahmen die Volksrepublik insgesamt 90.000 Tonnen Reis in zwei Etappen bereitstellen will.
Die nun eingetroffene Menge gehört zur ersten Tranche von 30.000 Tonnen. Bereits im Januar waren 4.800 Tonnen geliefert worden, eine weitere Lieferung von 9.600 Tonnen wird im April in Santiago de Cuba erwartet. Parallel kündigten Vertreter beider Staaten eine zweite Phase der Unterstützung an: Weitere 60.000 Tonnen sollen in vier Transporten folgen und über die Häfen von Havanna und Santiago verteilt werden. Nach Angaben des kubanischen Ministeriums für Binnenhandel ist vorgesehen, den Reis sowohl über das staatliche Verteilungssystem an die Bevölkerung als auch an soziale Einrichtungen im ganzen Land auszugeben. Die Lieferung trifft in einer Phase wirtschaftlicher Anspannung ein, die durch Versorgungsengpässe und externe Belastungen geprägt ist. Regierungsvertreter verwiesen in diesem Zusammenhang auf die Auswirkungen der US-Politik gegenüber Kuba, die die wirtschaftliche Lage zusätzlich erschwere. Die Übergabe wurde von hochrangigen Vertretern beider Länder begleitet. Neben der kubanischen Handelsministerin nahmen auch Vertreter des Außenhandelsministeriums sowie der chinesische Botschafter teil. In ihren Stellungnahmen hoben sie übereinstimmend die Bedeutung der bilateralen Beziehungen hervor. Die kubanische Seite wertete die Lieferung als Ausdruck enger politischer und wirtschaftlicher Verbundenheit. Zugleich wurde betont, dass die Unterstützung in einer angespannten Versorgungslage erfolgt und damit konkrete Entlastung schaffen soll. Der chinesische Botschafter ordnete die Maßnahme in ein umfassenderes Kooperationsprogramm ein und verwies auf die Kontinuität der Beziehungen unabhängig von internationalen Entwicklungen. Darüber hinaus wurde die Bereitschaft bekräftigt, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen fortzuführen und bestehende Vereinbarungen umzusetzen. Beide Seiten betonten die gemeinsame Position in internationalen Fragen, insbesondere mit Blick auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und die Ablehnung einseitiger Machtansprüche. Die aktuelle Lieferung unterstreicht damit zwei Aspekte zugleich: Zum einen reagiert sie auf kurzfristige Versorgungsbedarfe innerhalb Kubas. Zum anderen verweist sie auf die strategische Dimension der Beziehungen zwischen Havanna und Peking. In einem internationalen Umfeld wachsender Spannungen gewinnt diese Partnerschaft für beide Seiten an Bedeutung.
Quelle: Granma (https://t1p.de/5h8wk)
Autor: Leon Latozke
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