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Kuba erklärt, „niemals“ eine Bezahlung für Sicherheitsdienste in Venezuela erhalten zu haben12/1/2026
Die kubanische Regierung weist die Vorwürfe des US-Präsidenten Donald Trump zurück, Kuba habe venezolanisches Öl und Geld im Austausch für Sicherheitsdienste erhalten. Außenminister Bruno Rodríguez betont, Kuba habe „niemals“ finanzielle Vergütungen für militärische Einsätze erhalten und verurteilt die USA als „hegemonsich und kriminell“.
12.01.2026 10:00 Uhr
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Das kubanische Außenministerium hat die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump entschieden zurückgewiesen. Trump hatte auf der Plattform Truth Social erklärt, Kuba habe über Jahre Geld und Erdöl aus Venezuela im Austausch für „Sicherheitsdienste“ an die Regierungen von Hugo Chávez und Nicolás Maduro erhalten. „Aber nicht mehr!“, betonte Trump und warnte die kubanische Führung, bevor es „zu spät“ sei.
Die kubanische Regierung reagierte prompt: Außenminister Bruno Rodríguez erklärte über soziale Medien, Kuba habe „niemals“ finanzielle oder materielle Vergütungen für Sicherheitsdienste in anderen Staaten erhalten. Er kontrastierte die kubanische Haltung mit der der USA, die er als „hegemonsich, kriminell und unkontrolliert“ kritisierte und die weltweit Frieden und Sicherheit bedrohe. Präsident Miguel Díaz-Canel ergänzte, Kuba sei bereit, die Heimat „bis zur letzten Blutstropfen“ zu verteidigen. Die Kontroverse fällt in einen Kontext weitreichender Spannungen zwischen Washington, Havanna und Caracas. Venezuela war über Jahre der wichtigste Energiepartner Kubas. Ein bilaterales Abkommen sah vor, dass Caracas Erdöl lieferte, während Kuba vor allem medizinisches Personal, Lehrer, aber auch Experten für Sicherheit und Verteidigung stellte. Bis 2024 beliefen sich die Lieferungen auf rund 100.000 Barrel täglich, 2025 sank die Menge jedoch auf durchschnittlich 27.000 Barrel. Gründe dafür waren der Rückgang der venezolanischen Ölproduktion und verschärfte US-Sanktionen. Die kubanische Energieversorgung befindet sich derzeit in einer kritischen Lage. Die veralteten Kraftwerke des Landes fallen häufig aus, und das staatliche Budget für den Import von Treibstoff ist knapp. Die Folge sind teils bis zu 20-stündige Stromausfälle in großen Teilen des Inselstaates. Kuba benötigt nach unabhängigen Studien rund 110.000 Barrel Öl täglich, wovon etwa 40.000 Barrel aus eigener Förderung stammen. Den Rest decken Importe, hauptsächlich aus Venezuela und Mexiko, sowie in geringerem Umfang aus Russland. Rodríguez betonte, Kuba habe „vollständiges Recht“, Öl aus Märkten zu importieren, die bereit seien, es zu liefern, ohne sich „den einseitigen Zwangsmaßnahmen der USA“ zu unterwerfen. Zugleich erinnerte er daran, dass Kuba nicht gewillt sei, „das Land zu verkaufen oder sich US-Drohungen und Erpressung zu beugen“. Die kubanische Regierung hatte bereits vergangene Woche auf einem Gedenkakt in Caracas erklärt, dass sie den Tod von 32 kubanischen Militär- und Geheimdienstangehörigen, die bei einem US-Angriff auf venezolanische Einrichtungen gefallen waren, nicht vergessen werde..
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/oty8k)
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Text: Leon Latozke
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