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Kuba hat ein hochmodernes Labor und ein Moskitoaufzuchtzentrum eröffnet, um die Forschung zu durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Dengue und Chikungunya zu stärken. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Frankreich, der EU und dem kubanischen Gesundheitsministerium. Angesichts einer aktuellen Epidemie sollen moderne Diagnostik und Überwachung helfen, Ausbrüche schneller zu erkennen und die Virusübertragung einzudämmen.
15.11.2025 04:57 Uhr
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Kuba hat am Instituto de Medicina Tropical Pedro Kourí (IPK) ein hochmodernes Labor und eine Einrichtung zur Moskitoaufzucht eröffnet, um die Forschung zu durch Vektoren übertragenen Krankheiten wie Dengue und Chikungunya zu intensivieren. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Frankreich, der Europäischen Union und dem kubanischen Gesundheitsministerium. Ziel ist die Modernisierung der Infrastruktur, die Erweiterung wissenschaftlicher Kapazitäten und die Ausbildung von Fachpersonal im Bereich der öffentlichen Gesundheit.
Das neue Labor verfügt über einen Sequenzierer der neuesten Generation und moderne Einrichtungen für Genomik, Bioinformatik, Biotechnologie und Zellmikrobiologie. Mit diesen Technologien soll die Diagnostik parasitärer Erkrankungen verbessert, die Überwachung durch Vektoren übertragener Krankheiten gestärkt und der Einsatz molekularbiologischer Methoden erweitert werden. Das IPK, 1937 gegründet, gilt als nationales Referenzzentrum für Infektions- und Tropenkrankheiten und spielt eine zentrale Rolle bei Forschung, Diagnose und Bekämpfung von Epidemien in Kuba und der Region. Derzeit ist Kuba von einer Epidemie betroffen. Nach Angaben des IPK zirkulieren Dengue- und Chikungunya-Viren verstärkt; beide Krankheiten werden durch den Aedes-Aegypti-Moskito übertragen. Die stellvertretende Gesundheitsministerin Carilda Peña berichtete, dass mehr als 21.000 Fälle mit entsprechenden Symptomen registriert wurden. Die tatsächliche Zahl infizierter Personen dürfte höher liegen, da die Übertragung in Haushalten und Gemeinden intensiver ist als offiziell erfasst. Der nationale Epidemiologe Francisco Durán bezeichnete die Lage als „akut“. Etwa ein Drittel der Bevölkerung Kubas von rund 9,7 Millionen Menschen ist nach Schätzungen betroffen. Während Dengue in 14 der 15 Provinzen verbreitet ist, konzentriert sich die Verbreitung besonders auf die westlichen Provinzen La Habana und Matanzas sowie Ciego de Ávila im Zentrum. Chikungunya, erstmals 2015 in Kuba aufgetreten und seit Juni 2025 erneut aktiv, betrifft überwiegend Matanzas, La Habana, Artemisa sowie die zentralen Provinzen Cienfuegos, Villa Clara und Camagüey. Die kubanischen Behörden haben Maßnahmen zur Unterbrechung der Virusübertragung ergriffen. Dazu gehören verstärkte Überwachung, Aufklärungskampagnen und Bekämpfung der Moskito-Population. Das neue Labor wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, um zukünftige Ausbrüche schneller zu erkennen und gezielt einzudämmen.
Quelle: MIN SAP/X (https://t1p.de/jph8x)
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Text: Leon Latozke
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