Neues aus Kuba
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Die US-Fluggesellschaft Havana Air hat wegen eines drastischen Rückgangs des Kuba-Verkehrs Gläubigerschutz beantragt. Neue US-Reisebeschränkungen für kubanische Staatsbürger sowie politische Kontroversen rund um Abschiebeflüge setzen dem seit 2007 auf Kuba-Flüge spezialisierten Anbieter massiv zu.
10.01.2026 06:15 Uhr
Abbildung: Havanna Air insolvent. Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Die auf Kuba-Verbindungen spezialisierte virtuelle US-Fluggesellschaft Havana Air hat Ende Dezember Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Der Insolvenzantrag wurde beim Konkursgericht im Bundesstaat Delaware eingereicht. Das Unternehmen, das seit 2007 Charterflüge zwischen Florida und Kuba anbietet, gilt als ein wichtiger Akteur im Reiseverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und der Insel.
Als Hauptursache für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt Havana Air neue Reisebeschränkungen der US-Regierung. Seit Beginn dieses Jahres können kubanische Staatsangehörige keine Studenten- oder Geschäftsvisa mehr beantragen. Damit brach ein zentraler Teil der Nachfrage weg: Bislang stellten Reisende aus Kuba sowie Mitglieder der kubanischen Diaspora den Großteil der Passagiere auf den Strecken nach Havanna, Holguín und Santa Clara. Die Entwicklung verdeutlicht erneut, wie stark der zivile Luftverkehr zwischen den USA und Kuba von politischen Rahmenbedingungen abhängt. Schon in der Vergangenheit hatten Verschärfungen oder Lockerungen der US-Sanktionspolitik unmittelbare Auswirkungen auf Flugangebote und Passagierzahlen. Zusätzlich wurde Havana Air durch politische Kontroversen belastet. Medienberichten zufolge boykottierten einzelne Kunden die Airline, weil das Partnerunternehmen Global Crossing weiterhin Abschiebeflüge im Auftrag von US-Behörden durchführt. Auch dies habe das Vertrauen und die Buchungszahlen beeinträchtigt. Der Schritt in den Gläubigerschutz soll es Havana Air nun ermöglichen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und sich neu aufzustellen. Ob und in welcher Form die Flugverbindungen zwischen Florida und Kuba fortgeführt werden können, bleibt angesichts der politischen Unsicherheiten offen.
Quelle: Aero Telegraph (https://t1p.de/xr5ln)
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Text: Leon Latozke
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