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Kuba will Staatsangestellte im haushaltsfinanzierten Sektor stärker entlohnen: Unbesetzte Stellen sollen künftig nicht genutzte Lohnmittel freisetzen, die als Zuschläge an jene gehen, die zusätzliche Arbeit übernehmen.
12.08.2025 23:54 Uhr
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Kubas Staatsangestellte im haushaltsfinanzierten Sektor können künftig mit zusätzlichen Zahlungen rechnen. Der Ministerrat beschloss eine Maßnahme, die es ermöglicht, ungenutzte Löhne aus unbesetzten Stellen an jene Beschäftigten umzuleiten, die deren Arbeit zusätzlich übernehmen. Ziel ist es, die seit Jahren steigende Fluktuation in diesem Bereich einzudämmen.
Die Regelung, die am Montag im Amtsblatt veröffentlicht wurde, gilt für alle Berufskategorien im haushaltsfinanzierten Sektor – darunter Bildung, Gesundheitswesen und Verwaltung. Ausgenommen sind Angestellte zentraler Staatsorgane mit Sonderregelungen sowie Beschäftigte in Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die bereits Zulagen für „maximale Anstrengung und Arbeitsüberlastung“ erhalten. Die Höhe der Zusatzvergütung wird von den jeweiligen Einrichtungen selbst festgelegt. Voraussetzung ist, dass Stellen unbesetzt bleiben und die verbleibenden Mitarbeiter dadurch Mehrarbeit leisten. Wo alle Posten besetzt sind, entfällt die Zahlung. „Diese Personen haben eine Mehrbelastung, und deshalb können wir den nicht ausgeführten Lohnfonds an sie umverteilen“, erklärte Ariel Fonseca Quesada, stellvertretender Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit. Die Umsetzung erfolgt innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung der Regelung. Die Leitungen der Einrichtungen müssen interne Vorschriften in Abstimmung mit Belegschaft und Gewerkschaft erarbeiten. Danach können die Zahlungen rückwirkend ab September erfolgen. Die Auszahlungsintervalle – monatlich, vierteljährlich oder einmalig – bestimmt jede Einrichtung selbst. Die Verteilung soll leistungsbezogen erfolgen und Verantwortung, Qualifikation sowie individuelle Beiträge berücksichtigen. Laut offizieller Statistik lag das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt haushaltsfinanzierten Staatsangestellten im vergangenen Jahr bei 5.839 – rund 13 Euro nach informellem Wechselkurs und 46 Euro nach dem offiziellen Kurs. Im staatlichen Unternehmenssektor liegt der Durchnittslohnlohn mit 7.264 Pesos etwa 24 Prozent höher. Die stellvertretende Finanzministerin Maritza Cruz García bezeichnete die Maßnahme als „Teilschritt, der nicht alle Lohnprobleme löst“. Langfristig sei eine nachhaltige Verbesserung nur möglich, wenn die Produktivität steige und mehr Güter sowie Dienstleistungen produziert würden.
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