Neues aus Kuba
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18.03.2026 20:00 Uhr
Stromausfälle, Versorgungsengpässe und ein angeschlagenes Gesundheitssystem: Die Lage in Kuba spitzt sich zu. Deutschland reagiert mit einer deutlich verschärften Reisewarnung und verweist auf erhebliche Risiken für Urlauber.
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Die Bundesregierung hat ihre Reisehinweise für Kuba deutlich verschärft und warnt deutsche Staatsbürger "dringend" vor Reisen nach Kuba ab. "Kuba sieht sich einer akuten Energiekrise gegenüber, die zudem auf breitflächig marode Energieinfrastruktur trifft. Das Ausbleiben von Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland führt zu erheblichen Ausfällen bei der Energie- und Treibstoffversorgung, die sich auf alle Lebensbereiche auswirkt. heißt es auf der Website des Außenamts.
Die Auswirkungen sind landesweit spürbar: wiederkehrende Stromabschaltungen, Einschränkungen bei der Wasserversorgung sowie zunehmende Versorgungsprobleme bei Lebensmitteln prägen den Alltag vieler Menschen. Besonders kritisch bewertet die Bundesregierung die Lage im Gesundheitssektor. Kliniken können ihren Betrieb teilweise nur eingeschränkt aufrechterhalten, was die medizinische Versorgung deutlich erschwert. Auch der Flugverkehr ist betroffen, da Flughäfen und Logistiksysteme unter den Energieausfällen leiden. Die aktuelle Verschärfung der Hinweise stellt eine Weiterentwicklung bereits bestehender Warnungen dar, fällt jedoch durch ihren deutlich erhöhten Nachdruck auf. Reisende, die dennoch nach Kuba aufbrechen müssen, sollten sich umfassend vorbereiten. Dazu gehört insbesondere das Mitführen ausreichender Mengen an Medikamenten sowie die Bereitschaft, erhebliche Einschränkungen im Alltag in Kauf zu nehmen. Darüber hinaus wird empfohlen, größere Menschenansammlungen und mögliche Proteste zu meiden. Internationale Beobachter sehen die Ursachen der Krise vor allem im eingeschränkten Zugang zu Treibstoffen, der auch auf politische Maßnahmen der USA zurückgeführt wird. Die Vereinten Nationen warnen zudem vor zunehmenden humanitären Risiken. Insbesondere die Verteilung von Hilfsgütern gestaltet sich schwierig, während die medizinische Versorgung vielerorts unzureichend bleibt. Die Bundesregierung plädierte für Gespräche zwischen Washington und Havanna, um die zuletzt verschärften Spannungen abzubauen, die durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Kontrolle der Insel zusätzlich angeheizt worden waren. Zugleich unterstrich sie die staatliche Souveränität Kubas.
Quelle: Auswärtiges Amt (https://t1p.de/yxijh)
Autor: Leon Latozke
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