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Ende November 2025 sind in Kuba 1.192 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Besonders besorgniserregend sind die 34 minderjährigen Gefangenen sowie die 461 Häftlinge mit schweren Erkrankungen,
10.12.2025 09:45 Uhr
Nach Angaben der Organisation Prisoners Defenders stieg die Zahl der politischen Gefangenen in Kuba Ende November 2025 leicht auf 1.192 an, 13 mehr als im Vormonat. Seit den massiven regierungskritischen Protesten im Juli 2021, die als die größten anti-regierungspolitischen Demonstrationen der letzten Jahrzehnte gelten, wurden insgesamt 1.925 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert.
Die Organisation mit Sitz in Madrid dokumentiert nicht nur die Zahl der Inhaftierten, sondern auch deren Gesundheitszustand und die Bedingungen der Haft. Dem aktuellen Bericht zufolge leiden 461 Gefangene an schweren körperlichen Erkrankungen, 41 Personen haben psychische Probleme, erhalten jedoch keine angemessene medizinische Versorgung. Besonders besorgniserregend ist die Situation von 34 Minderjährigen: 28 von ihnen verbüßen bereits Haftstrafen, sechs befinden sich unter vorsorglichen Maßnahmen ohne gerichtliche Aufsicht. Ein Großteil der Verurteilungen betrifft den Vorwurf der Sedition. Prisoners Defenders verzeichnet 219 Personen, die wegen Sedition verurteilt wurden, häufig nach Teilnahme an friedlichen Protesten. Die durchschnittliche Haftdauer beträgt etwa zehn Jahre. Unter den minderjährigen Gefangenen erhielten 16 bereits Seditionsurteile, mit durchschnittlichen Strafen von fünf Jahren. Die kontinuierliche Dokumentation durch Prisoners Defenders macht deutlich, dass die kubanische Regierung nach wie vor repressiv gegenüber oppositionellen Stimmen vorgeht. Die Zahl der politischen Gefangenen hat sich trotz internationaler Kritik nur leicht verändert, während die Bedingungen in Haftanstalten nach wie vor alarmierend sind. Schwerkranke Gefangene und Minderjährige werden vielfach ohne ausreichende medizinische Versorgung oder rechtliche Schutzmaßnahmen inhaftiert. Die Organisation betont, dass die langfristige Überwachung solcher Daten entscheidend sei, um ein umfassendes Bild der politischen Repression auf der Insel zu erhalten. Internationale Beobachter sehen darin einen wichtigen Indikator für die Menschenrechtslage in Kuba, die weiterhin als kritisch bewertet wird.
Quelle: Prisoners Defender (https://t1p.de/k93y9)
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