Neues aus Kuba
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14.05.2026 09:00 Uhr
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Kuba reagiert Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff mit verstärkter Kontrolle an Häfen und Flughäfen. Die Behörden betonen, dass die Krankheit auf der Insel nicht vorkommt. Es bestehe kein Grund zur Panik.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Expertos cubanos analizan riesgo de hantavirus y refuerzan medidas de control sanitario. Rechte beim Uploadenden.
Nach dem Ausbruch des hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius mit drei Todesfällen hat Kuba seine epidemiologische Überwachung an den Grenzen verschärft. Die Insel reagiert damit auf ein internationales Ereignis, das die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt hat, obwohl bislang kein Fall des Erregers auf kubanischem Boden dokumentiert wurde. Die stellvertretende Gesundheitsministerin Carilda Peña García betonte in einer Stellungnahme, dass das Virus auf Kuba nicht vorkomme und es keine historischen Ausbrüche gegeben habe. Dennoch sei Wachsamkeit geboten, da der lange Zeitraum vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit eine unauffällige Einschleppung durch Reisende möglich mache.
Im Zentrum der Sorgen steht die Inkubationszeit des Hantavirus, die sich über mehrere Wochen erstrecken kann. Die Behörden fürchten, dass infizierte Personen, die noch keine Symptome zeigen, auf die Insel gelangen könnten, insbesondere wenn sie aus Regionen stammen, in denen das Virus endemisch ist oder wenn sie engen Kontakt zu Erkrankten hatten. Als Reaktion darauf wurden die Kontrollen an Flughäfen, Häfen und Marinas verstärkt. Die Inspektionen umfassen nun auch die Überprüfung von Flugzeugen und Schiffen auf Spuren von Nagetieren, die als Hauptüberträger des Virus gelten. Die Empfehlung an die Bevölkerung lautet, bei Symptomen wie Fieber oder Atembeschwerden unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, falls ein Kontakt mit Personen aus Risikogebieten bestand. Der Auslöser der internationalen Besorgnis ist das Expeditionsschiff MV Hondius unter niederländischer Flagge, das am 1. April von Ushuaia in Argentinien ablegte. Mit 88 Passagieren und 59 Besatzungsmitgliedern aus 23 Staaten an Bord wurden bislang elf Erkrankte gemeldet, darunter neun bestätigte und zwei wahrscheinliche Fälle. Drei Menschen sind gestorben. Das Hantavirus stammt aus Südamerika und zeichnet sich dadurch aus, dass es in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann – in der Regel nur bei sehr engem und längerem Kontakt. Das kubanischen Gesundheitsministerium (MINSAP) betont, dass die aktuelle Lage nicht mit der COVID-19-Pandemie vergleichbar sei. Die Übertragung des Hantavirus sei begrenzt und erfolge meist durch Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen, seltener durch direkten menschlichen Kontakt. Die Weltgesundheitsorganisation stuft das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering ein, empfiehlt jedoch eine konsequente Überwachung, Früherkennung und Isolierung von Verdachtsfällen. Peña García rief die Kubaner zu grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen wie regelmäßigem Händewaschen auf und zur Nutzung von Masken bei akuten Atemwegserkrankungen. Die Botschaft der Regierung ist klar: Es gibt keine Hinweise auf eine Verbreitung des Virus auf der Insel, aber die internationale Lage erfordere erhöhte Aufmerksamkeit, um importierte Fälle frühzeitig zu erkennen und unnötige Panik durch Fehlinformationen zu vermeiden.
Quelle: Youtube/Canal Caribe (https://is.gd/THAzXQ)
Autor: Leon Latozke
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