Neues aus Kuba
|
13.05.2026 08:00 Uhr
Kuba verliert immer mehr Direktflüge aus Europa. Nach der Einstellung der Routen von Cubana de Aviación verschärft sich die Lage weiter. Nur noch wenige Airlines bedienen die Insel direkt, während mittelamerikanische Drehkreuze zur Alternative werden.
Abbildung: Foto von Elizeu Dias auf Unsplash
Die staatliche Fluggesellschaft Cubana hat ihre Direktflüge mit der spanischen Charter-Airline Plus Ultra von Madrid nach Havanna und Santiago de Cuba mit sofortiger Wirkung eingestellt. Damit wird es für Reisende aus Europa zunehmend schwieriger, die Karibikinsel ohne Zwischenstopp zu erreichen. Betroffen sind nun vor allem Urlauber und Geschäftsreisende, die auf schnelle Verbindungen angewiesen sind.
Bereits zuvor hatten mehrere große Airlines ihre Routen nach Kuba aufgegeben. Air France strich die Strecke ab Paris, Iberia setzt die Flüge ab Madrid Anfang Juni aus. Auch Turkish Airlines wird ab dem 3. Juni die Verbindung ab Istanbul einstellen. Condor hatte schon 2025 die Direktflüge ab Frankfurt gestrichen, und die zeitweise von Cubana angebotene Linie ab Frankfurt nach Havanna und Holguin existiert ebenfalls nicht mehr. Hintergrund der Krise ist akuter Treibstoffmangel am Flughafen Havanna, der eine zuverlässige Betankung unmöglich macht. Verschärft wird die Lage durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump, das am 1. Mai 2026 in Kraft trat. Es droht ausländischen Unternehmen mit Sanktionen, wenn sie Geschäfte mit Kuba tätigen. Dies verunsichert viele Airlines zusätzlich. Das Angebot hat sich verknappt, doch es existieren weiterhin verlässliche Direktflugkorridore. Neben der Direktverbindung aus Madrid der spanischen Fluggesellschaft Air Europa halten die Charter- und Linienanbieter World2Fly, Iberojet und Air China ihre Routen von Madrid nach Kuba bislang aufrecht. Hinzu kommt eine geplante Route der italienischen Neos Air, die ab 29. Juni 2026 wöchentlich, jeweils am Dienstag, zwischen Rom und Holguin verkehren soll. Als Alternative zum europäischen Drehkreuz Madrid bieten sich auch mittelamerikanische Drehkreuze aus. Als Paradebeispiel gilt die Verbindung über Panama-Stadt: Nach einem Transatlantikflug mit europäischen Linien bietet die Fluggesellschaft Copa Airlines von dort aus hochfrequente und operativ extrem stabile Anschlussflüge nach Havanna an. Ähnlich verhält es sich mit Verbindungen über Mexiko-Stadt oder Cancún, von wo aus Aeroméxico und die Fluglinie Viva Aerobus die kubanische Hauptstadt sowie Camagüey ansteuern. Dringend abzuraten ist Touristen hingegen von der scheinbar naheliegenden und kurzen Transitroute über die USA, etwa via Miami mit American Airlines oder Delta. Durch das verschärfte Dekret der US-Regierung unterliegt der Flugverkehr zwischen den USA und Kuba strengen gesetzlichen Restriktionen. Reine Urlaubsreisen sind über diesen Korridor untersagt und nur unter speziellen visumsrechtlichen Kategorien erlaubt. Zudem stehen Reisende bei diesem Weg vor dem Problem, das Sie ihren ESTA-Status für zukünftige USA-Reisen verlieren Unabhängig von der gewählten Alternativroute bleibt für alle Kuba-Reisenden die Pflicht bestehen, vor Abflug das digitale Einreisevisum sowie das offizielle D'Viajeros-Formular zu beantragen.
Quelle: Facebook (https://is.gd/9KC1yt)
Autor: Leon Latozke
Letzte Meldungen
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |


RSS-Feed