Neues aus Kuba
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21.03.2026 08:00 Uhr
Die kubanische Regierung verweigert der US-Botschaft in Havanna den Import von Diesel für ihre Generatoren. Während Washington den wirtschaftlichen Druck auf die Insel erhöht, droht nun sogar eine Reduzierung von Botschaftspersonal auf beiden Seiten.
Die kubanische Regierung hat einem Antrag der Vereinigten Staaten eine klare Absage erteilt: Die US-Botschaft in Havanna darf keinen Diesel für ihre Notstromaggregate importieren, während die Regierung Trump weiterhin eine Treibstoffblockade gegen die Insel aufrechterhält.
Nach Angaben aus US-Regierungskreisen erfolgte die Ablehnung zu einem Zeitpunkt, an dem das Außenministerium in Washington intern prüft, das Personal der Botschaft zu reduzieren. Hintergrund ist die unsichere Energieversorgung der diplomatischen Vertretung, die stark auf Generatoren angewiesen ist. Ein solcher Schritt hätte vermutlich unmittelbare Gegenmaßnahmen zur Folge: Die USA könnten im Gegenzug eine Verringerung des Personals der kubanischen Botschaft in Washington verlangen. Die Entscheidung Havannas steht im Kontext einer umfassenden US-Politik, die auf wirtschaftlichen Druck setzt. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat die Energiezufuhr nach Kuba massiv eingeschränkt und droht zudem Ländern mit Strafzöllen, die weiterhin Öl liefern. Die Folgen sind auf der Insel deutlich spürbar: Stromausfälle, eingeschränkte Industrieproduktion und ein wachsender Druck auf die Bevölkerung. Besonders gravierend ist der Wegfall venezolanischer Öllieferungen, die über Jahre hinweg eine zentrale Rolle für Kubas Energieversorgung spielten. Nach der Absetzung von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro brachen diese Lieferungen weitgehend weg. Seitdem versucht Kuba, die Energieversorgung durch eigene Ressourcen wie Erdgas, Solarenergie und begrenzte heimische Ölförderung zu stabilisieren – bislang jedoch ohne ausreichenden Erfolg. Parallel dazu verschärft sich der politische Ton. US-Präsident Trump hat wiederholt einen grundlegenden politischen Wandel in Havanna gefordert und dabei indirekt auch den Rücktritt von Präsident Miguel Díaz-Canel ins Spiel gebracht. Die US-Regierung sieht Kuba offenbar als nächsten geopolitischen Schwerpunkt, um ihren Einfluss in der Region auszubauen. Trotz der angespannten Lage laufen offenbar Gespräche zwischen beiden Seiten. Díaz-Canel bestätigte kürzlich erstmals, dass es Kontakte mit Washington gebe. Details zu möglichen Fortschritten bleiben jedoch unklar. Gleichzeitig versucht Kuba, alternative Energiequellen zu erschließen: Humanitäre Hilfe, darunter Solarpaneele und Medikamente, trifft inzwischen ein. Zudem wird eine erste Öllieferung aus Russland seit mehreren Monaten erwartet. Kurzfristig dürfte die US-Botschaft dennoch arbeitsfähig bleiben – ihre Dieselreserven reichen Schätzungen zufolge noch für etwa einen Monat.
Quelle: CTVNews/AP (https://t1p.de/jqwdi)
Autor: Leon Latozke
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