Neues aus Kuba
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Kuba hat bei der U20-Fußball-Weltmeisterschaft in Chile für Aufsehen gesorgt. Trotz des Vorrunden-Aus zeigte die Mannschaft ihre bislang beste Leistung bei einem WM-Jugendturnier und punktete erstmals gegen Italien.
06.10.2025 08:00 Uhr
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Kuba hat bei der FIFA-Junioren-Weltmeisterschaft der Altersklasse unter 20 Jahren in Chile eine respektable Leistung gezeigt und seine bislang beste Bilanz bei einem Jugendturnier des Weltfußballs erreicht. Trotz des Ausscheidens in der Vorrunde sorgte die Mannschaft für Aufmerksamkeit und wurde von Beobachtern als Überraschungsteam bewertet. Entscheidender Moment war das 2:2-Unentschieden gegen Italien – der erste Punktgewinn einer kubanischen Auswahl bei einer U20-WM.
In der Gruppenphase traf Kuba auf Gegner mit deutlich größerer Tradition. Gegen Argentinien unterlag das Team mit 1:3, ebenso gegen Australien. Dennoch hatte die Auswahl bis zum letzten Spiel die Chance, ins Achtelfinale einzuziehen. Damit übertraf sie ihre Teilnahme 2013 deutlich, als Kuba ohne Punktgewinn ausschied und nur ein Tor erzielte. Diesmal standen am Ende vier Treffer und ein deutlich engeres Torverhältnis. Das Team setzt sich überwiegend aus Spielern der heimischen Liga und aus Vereinen in Costa Rica zusammen. Ergänzt wurde es durch zwei Nachwuchstalente mit kubanischen Wurzeln aus Europa: Alessio Raballo, in Italien geboren und derzeit an den FC Parma ausgeliehen, sowie Camilo Pinillo, Belgier mit kubanischem Vater, der beim Lierse SK unter Vertrag steht. Sie repräsentieren den Kurs des kubanischen Fußballverbands, verstärkt auf die Diaspora zu setzen. Kapitän Karel Pérez erklärte nach dem Turnier, man habe gezeigt, dass Kuba auch mit international erfahrenen Teams mithalten könne. Pérez’ Karriere verdeutlicht die Herausforderungen kubanischer Fußballer. Der 20-Jährige wechselte 2024 von Santiago de Cuba nach Costa Rica, kam dort jedoch kaum zum Einsatz und schloss sich später einem portugiesischen Verein an, wo er bislang vor allem in unteren Ligen spielte. Dennoch gilt er als Hoffnungsträger für eine neue Generation. Mit einem geschätzten Marktwert von 1,25 Millionen Euro rangierte Kuba im Teilnehmerfeld nur auf dem vorletzten Platz, doch die sportliche Bilanz übertraf die Erwartungen. Die Asociación de Fútbol de Cuba (AFC) verfolgt inzwischen eine gezielte Strategie, um Talente international zu platzieren. Mehr als ein Dutzend Spieler unter 20 Jahren sind mittlerweile in Costa Rica aktiv. Zudem unterstützt der Verband die Athleten bei rechtlichen Fragen und Visa-Angelegenheiten. Mit der Einbindung von Spielern aus der Diaspora hofft die AFC, die Wettbewerbsfähigkeit der Nationalmannschaften nachhaltig zu erhöhen. Beispiele wie Luis Javier Paradela, der in Rumänien spielt, oder Onel Hernández, der in England aktiv war, zeigen, dass kubanische Fußballer international Fuß fassen können. Für die aktuelle U20-Auswahl könnte das Turnier in Chile daher eine wichtige Zäsur darstellen: als Plattform für Talente, die den Sprung nach Europa anstreben, und als Signal, dass Kuba im internationalen Jugendfußball nicht länger nur eine Randnotiz ist.
Quelle: EFE (https://t1p.de/v9yrd)
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