Neues aus Kuba
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Kuba intensiviert seine militärische Kooperation mit Belarus: Der kubanische Generalstabschef Roberto Legrá Sotolongo besuchte Minsk, um die Ausbildung kubanischer Streitkräfte unter Berücksichtigung moderner Kriegserfahrungen zu besprechen.
06.10.2025 19:00 Uhr
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Der kubanische Generalstabschef Roberto Legrá Sotolongo hat Belarus besucht, um die bilaterale militärische Kooperation zu vertiefen. Laut Angaben des belarussischen Verteidigungsministeriums stand die „Diskussion praktischer Maßnahmen“ im Mittelpunkt, mit denen kubanische Streitkräfte auf moderne Konfliktszenarien vorbereitet werden sollen. Insbesondere soll dabei die Ausbildung von Soldaten unter Berücksichtigung aktueller Kriegserfahrungen erfolgen.
Die Reise des kubanischen Militärs in das Land, das als engster Verbündeter Russlands im Ukraine-Konflikt gilt, fällt in eine Zeit erhöhter internationaler Aufmerksamkeit. Immer wieder stehen Kuba und Russland im Fokus von US-amerikanischen Vorwürfen. So veröffentlichte Kiew 2023 eine Liste mit 253 kubanischen Staatsbürgern, die angeblich von Russland für Kampfhandlungen in der Ukraine rekrutiert worden waren. Die belarussische Kooperation könnte aus Sicht der westlichen Beobachter die militärische Nähe Kubas zu Moskau weiter verdeutlichen. Die offiziellen Angaben aus Minsk betonen die Ausbildungs- und Trainingsaspekte der Zusammenarbeit. Konkrete Details zu geplanter Ausrüstung, Manövern oder finanziellen Vereinbarungen wurden bislang nicht veröffentlicht. Analysten gehen jedoch davon aus, dass Kuba von der langjährigen militärischen Erfahrung Belarusslands profitieren möchte, insbesondere in Bereichen, die moderne Kriegstechniken und Konfliktmanagement betreffen. Die bilaterale Kooperation ist ein weiteres Zeichen der internationalen Neuausrichtung Kubas im Sicherheitsbereich. Während die Inselrepublik traditionell enge Beziehungen zu Russland pflegt, zeigt der Besuch in Belarus, dass Havanna seine militärischen Kontakte auch auf weitere Staaten des postsowjetischen Raums ausweitet. Die strategische Zusammenarbeit könnte neben Ausbildungszwecken auch politische Signalwirkung haben, indem Kuba seine Position als Partner in einem sich verschiebenden globalen Sicherheitsumfeld unterstreicht. Beobachter betonen, dass diese Entwicklung potenziell die Spannungen mit den USA verschärfen könnte. Washington kritisiert Kuba seit langem für seine Kooperation mit Russland, insbesondere im militärischen Bereich. Die belarussische Reise des kubanischen Generalstabschefs könnte daher als weiterer Schritt in einer Politik interpretiert werden, die Havanna bewusst in die Nähe der russischen Sicherheitsinteressen rückt, während zugleich die Beziehungen zum westlichen Block angespannt bleiben. Insgesamt markiert der Besuch einen strategischen Impuls in der kubanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Die Verstärkung der militärischen Ausbildung, die internationale Signalwirkung und die Verbindung zu russischen Verbündeten zeigen, dass Kuba weiterhin aktiv seine außenpolitischen Optionen im Spannungsfeld zwischen Ost und West gestaltet.
Quelle: EFE (https://t1p.de/uqj1g)
Autor: Leon Latozke
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