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Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel betonte, dass die verstärkte militärische Vorbereitung des Landes notwendig sei, um die Insel vor einer möglichen Aggression durch imperialistische Kräfte zu schützen.
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Angesichts zunehmender Spannungen mit den Vereinigten Staaten hat Kuba in den vergangenen Wochen seine militärischen Aktivitäten deutlich verstärkt. Präsident Miguel Díaz-Canel leitete am Samstag (24.) eine Reihe von Übungen, die als Demonstration der Verteidigungsbereitschaft des Landes gewertet werden. Begleitet wurde er dabei von hochrangigen Militärvertretern. Ziel sei es, die Insel auf mögliche Bedrohungen vorzubereiten und die Verteidigungsfähigkeit gegen eine als hegemonial wahrgenommene Offensive Washingtons zu stärken, betonte Díaz-Canel.
Die Übungen fanden in mehreren Einheiten in Havanna statt und umfassten sowohl taktische Demonstrationen als auch praktische Trainings. So leitete der Präsident unter anderem Manöver an einer Panzertruppe, besuchte Schießübungen mit Universitätsstudenten und inspizierte eine Luftabwehreinheit. Darüber hinaus standen Trainings zu Embuschen, Mineninstallation und Bevölkerungsschutz auf dem Programm. Ergänzt wurden diese Aktivitäten durch kombinierte Kurse in Sanitätsdienst, Verteidigung gegen Massenvernichtungswaffen und weitere militärische Disziplinen. Nach Angaben der Präsidialpresse handelt es sich um den dritten aufeinanderfolgenden Samstag, der der nationalen Verteidigung gewidmet wurde. Die Maßnahmen folgen auf die US-amerikanische Operation vom 3. Januar in Caracas, bei der Präsident Nicolás Maduro gestürzt wurde. Díaz-Canel bezog sich in seinen Äußerungen mehrfach auf diese Intervention und unterstrich die Notwendigkeit der kubanischen Vorbereitung: „Für uns ist dieses Niveau der Vorbereitung in diesen Zeiten von großer Bedeutung, weil wir uns wirklich vorbereiten müssen“, erklärte er vor Soldaten und Studenten. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Nationale Verteidigungsrat (Consejo de Defensa Nacional, CDN) Pläne und Maßnahmen genehmigt, die den Übergang in einen sogenannten „Kriegszustand“ ermöglichen sollen. Details dazu wurden in den staatlichen Medien jedoch nicht veröffentlicht. Die aktuelle Eskalation geht einher mit einer Verschärfung der Rhetorik gegenüber Washington. Bei einer Gedenkveranstaltung für die bei den Ereignissen in Caracas gefallenen Militärangehörigen bekräftigte Díaz-Canel: „Es gibt keine Kapitulation, keine Aufgabe im Falle eines möglichen Angriffs der Vereinigten Staaten.“ Diese Aussagen spiegeln die Entschlossenheit der kubanischen Führung wider, auf die jüngsten militärischen Operationen der USA in der Region mit einer demonstrativen Verstärkung der eigenen Verteidigungsbereitschaft zu reagieren. Analysten sehen in den Übungen und den vorbereitenden Maßnahmen zum „Kriegszustand“ sowohl eine politische Botschaft an Washington als auch eine interne Konsolidierung der militärischen Strukturen. Die kubanische Regierung betont, dass es sich nicht um eine offensive, sondern um eine rein defensive Strategie handelt, die darauf abzielt, die Bevölkerung zu schützen und das Land gegen mögliche Aggressionen abzusichern.
Dieser Artikel wurde zuerst auf Mundus Novus 24 veröffentlicht.
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