Neues aus Kuba
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25.01.2026 10:55 Uhr
Kuba hat US-Pläne für eine vollständige Blockade von Ölimporten als „brutalen Angriff“ verurteilt. Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossío kritisierte, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Kubas vor allem auf US-Eingriffe zurückzuführen seien.
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Havanna reagiert scharf auf Berichte über Pläne der US-Regierung, die Importe von Erdöl nach Kuba vollständig zu blockieren. Laut dem kubanischen Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossío handelt es sich um einen „brutalen Angriff gegen eine Nation, die den USA nicht droht, und gegen ein friedliches Volk, das keiner Nation feindlich gegenübersteht“.
Fernández de Cossío bezog sich auf Medienberichte, wonach die US-Administration unter Trump erwäge, neue Maßnahmen zur Förderung eines Regimewechsels auf Kuba zu ergreifen, darunter eben eine vollständige Blockade des Ölimports. Der Vizeaußenminister kritisierte die Überlegungen als Beleg dafür, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Kubas „hauptsächlich in den Vereinigten Staaten“ begründet seien. In einem Social-Media-Beitrag fragte er rhetorisch: „Warum sollte man die Möglichkeit fürchten, dass Kuba seine eigenen Probleme ohne US-Einmischung löst?“ Kuba erinnerte zudem daran, dass bereits 2019 ähnliche Vorschläge, unter anderem von US-Außenminister Marco Rubio und dem damaligen Sicherheitsberater John Bolton, erwogen wurden. Damals verhinderten US-Geheimdienste die Umsetzung, da sie ein solches Vorgehen als kontraproduktiv und ungerechtfertigt einstuften. Die aktuelle Debatte verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Havanna, die seit der Verschärfung der US-Sanktionen unter Trump bestehen. Ein umfassender Ölblockade würde die ohnehin fragile kubanische Wirtschaft weiter belasten und könnte zu einer erneuten Zuspitzung der humanitären und politischen Lage auf der Insel führen. Beobachter sehen in der Rhetorik Kubas zugleich den Versuch, internationale Aufmerksamkeit auf die Folgen potenzieller Sanktionen zu lenken und Druck auf die US-Regierung auszuüben.
Dieser Artikel wurde zuerst auf Mundus Novus 24 veröffentlicht.
Autor: Leon Latozke
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