Neues aus Kuba
|
01.03.2026 00:00 Uhr
Nach den jüngsten Militärschlägen der Vereinigten Staaten gegen Iran schlägt Kuba Alarm. Havanna spricht von einer schweren Verletzung des Völkerrechts und ruft den UN-Sicherheitsrat zum Handeln auf.
![]()
Die Führung in Havanna hat mit scharfen Worten auf die jüngsten Militärschläge der USA und Israels gegen Iran reagiert. Das kubanische Außenministerium verurteilte die Angriffe als „vorsätzliche Aggression“ und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, eine weitere Eskalation zu verhindern. Zugleich forderte die Regierung den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, seiner zentralen Aufgabe zur Wahrung von Frieden und Sicherheit nachzukommen.
Aus Sicht Kubas stellen die Attacken einen Bruch fundamentaler Prinzipien des Völkerrechts dar. Insbesondere werde die Souveränität Irans verletzt und die Charta der Vereinten Nationen missachtet. Havanna argumentiert, militärische Maßnahmen dieser Art untergrüben diplomatische Bemühungen im Streit um das iranische Atomprogramm – und das bereits zum zweiten Mal. Damit wachse das Risiko, dass politische Lösungen dauerhaft verdrängt würden. Die kubanische Regierung sieht die Stabilität des Nahen Ostens akut gefährdet. Bereits jetzt seien Folgen für die Region spürbar, heißt es in der Erklärung. Darüber hinaus warnt Havanna vor einer Dynamik, die weitere Staaten hineinziehen könnte. Der Verweis auf „hegemoniale Interessen“ und „Absichten der Dominanz“ deutet an, dass Kuba die Angriffe nicht als isoliertes Ereignis betrachtet, sondern als Teil einer größeren machtpolitischen Strategie. Die Erklärung fällt in eine Phase erhöhter Spannungen zwischen Washington und mehreren Verbündeten Havannas. In den vergangenen Wochen hat die US-Regierung nicht nur militärisch in Venezuela und Iran eingegriffen, sondern auch den Druck auf Kuba selbst verschärft. Vor diesem Hintergrund erscheint die Stellungnahme aus Havanna nicht nur als Solidaritätsbekundung mit Teheran, sondern auch als Signal in eigener Sache. Die kubanische Führung versucht, die Auseinandersetzung auf die Ebene internationaler Normen zu heben – wohl wissend, dass sie sich geopolitisch in einem zunehmend angespannten Umfeld bewegt.
Quelle: EFE (https://t1p.de/lzyc5)
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |

RSS-Feed