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Die kubanische Regierung verurteilt die Ankündigung der USA, den venezolanischen Luftraum vollständig zu schließen, als gefährliche Eskalation. Außenminister Bruno Rodríguez warnt vor einem möglichen „illegitimen Angriff“ und sieht die Maßnahme als Eingriff ins Völkerrecht.
30.11.2025 08:29 Uhr
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Die kubanische Regierung hat die Entscheidung der Vereinigten Staaten, den Luftraum Venezuelas vollständig zu schließen, scharf kritisiert. Außenminister Bruno Rodríguez sprach von einer gefährlichen Eskalation, die als „Präludium eines illegitimen Angriffs“ verstanden werden müsse. Die Wortwahl unterstreicht die Schwere, mit der Havanna die jüngsten Entwicklungen im karibischen Raum bewertet – und die Sorge, dass sich die Spannungen zwischen Washington und Caracas weiter verschärfen könnten.
Rodríguez erklärte über soziale Netzwerke, kein Staat habe das Recht, ohne internationale Legitimation Einfluss auf Lufträume außerhalb seiner Grenzen zu nehmen. Die Ankündigung Washingtons stelle einen „aggressiven Akt“ dar, der die „entschiedenste Ablehnung“ der internationalen Gemeinschaft erfordere. Die Maßnahme sei ein Angriff auf das Völkerrecht und Teil einer breiteren militärischen und psychologischen Druckkampagne gegen Venezuela, deren Ausgang „unkalkulierbare Folgen“ für Frieden und Stabilität in Lateinamerika haben könne. Die kubanische Kritik reiht sich ein in eine Serie von Warnungen, die Havanna seit Beginn der jüngsten Spannungen ausgesprochen hat. Bereits zuvor hatte Rodríguez von „elektromagnetischen Interferenzen“ im venezolanischen Luftraum berichtet, die er dem verstärkten US-Militäreinsatz in der Region zuschreibt. Seit September hat Washington seine See- und Luftstreitkräfte vor der venezolanischen Küste verstärkt – offiziell, um den Drogenhandel einzudämmen. Gleichzeitig werfen US-Behörden Präsident Nicolás Maduro Verbindungen zum sogenannten Kartell der Sonnen vor, einer mutmaßlich in den Staatsapparat eingebetteten Drogenorganisation. US-Präsident Donald Trump erneuerte am Samstag über seine Social-Media-Plattform Truth die Warnung an Airlines, der venezolanische Luftraum bleibe „vollständig geschlossen“. Bereits am 21. November hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA Fluggesellschaften aufgefordert, beim Überflug Venezuelas und des südlichen Karibikraums „höchste Vorsicht“ walten zu lassen, da die Lage als „potenziell gefährlich“ eingestuft werde. Für Kuba, einen langjährigen Verbündeten Venezuelas, ist die US-Position Teil einer Strategie, die eine militärische Intervention unter dem Deckmantel von Sicherheits- und Anti-Drogen-Argumenten vorbereiten könnte. Havanna betont, solche Schritte seien „weder legal noch moralisch akzeptabel“ und fordert die internationale Gemeinschaft auf, sich klar gegen eine mögliche militärische Eskalation zu positionieren. Die jüngsten Entwicklungen verdeutlichen, wie stark sich die Spannungen zwischen den USA und Venezuela im geopolitischen Kontext der Region zuspitzen – und wie eng Kuba an der Seite seines Partners steht.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/cqx9e)
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Text: Leon Latozke
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