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Die kubanische Regierung weist US-Vorwürfe zurück, auf ihrem Territorium ausländische Militär- oder Geheimdienstbasen zu unterhalten. In einer offiziellen Stellungnahme betont Havanna, dass keine feindlichen Aktivitäten gegen die USA unterstützt und Terrorismus strikt abgelehnt werden.
02.02.2026 07:05 Uhr
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Die kubanische Regierung hat entschieden alle Vorwürfe zurückgewiesen, wonach das Land ausländische Militär- oder Nachrichtendienstbasen beherberge. In einer offiziellen Stellungnahme des Außenministeriums vom Montag (2. ) bezeichnet Havanna diese Anschuldigungen der Vereinigten Staaten als unbegründet und betont, dass Kuba keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle. Ebenso werde keine feindliche Aktivität gegen Washington unterstützt, und Terrorismus oder Extremismus werde weder gefördert noch toleriert.
Die Erklärung reagiert auf eine am Donnerstag (29.) erlassene Exekutivverordnung von US-Präsident Donald Trump, die Kuba als Risiko für die nationale Sicherheit einstuft und Sanktionen gegen Länder vorsieht, die die Insel weiterhin mit Öl beliefern. Die Verordnung stützte sich unter anderem auf die Behauptung, Kuba beherberge „die größten ausländischen Nachrichtendienstanlagen Russlands“. Havanna wies diese Darstellung zurück und betonte, dass die Insel weder militärische Einrichtungen noch Geheimdienstbasen für fremde Mächte betreibe. Kuba stellte außerdem klar, dass jegliche früheren Kontakte zu Personen, die später als Terroristen eingestuft wurden, ausschließlich im humanitären Rahmen und im Zusammenhang mit international anerkannten Friedensprozessen erfolgt seien. Das Land unterstreicht seine „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche und betont, dass keine Organisationen dieser Art unterstützt oder zugelassen werden. Die kubanische Regierung zeigte sich zugleich bereit, die bilaterale Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten auszubauen, ohne dabei die nationale Souveränität aufzugeben. Konkret wird eine Erneuerung der technischen Kooperation in Bereichen wie Terrorismusbekämpfung, Geldwäscheprävention, Drogenbekämpfung, Cybersicherheit, Menschenhandel und Finanzdelikten vorgeschlagen. Havanna betont, dass konstruktive Zusammenarbeit und ein respektvoller Dialog im beiderseitigen Interesse stünden. US-Präsident Trump äußerte unterdessen, dass Gespräche mit kubanischen Führungspersönlichkeiten über ein mögliches Abkommen laufen, nachdem er die Ölversorgung der Insel durch Dritte sanktioniert hatte. In einer Presseerklärung bezeichnete er Kuba als „verfallende Nation“ und betonte, dass die Insel seit dem Wegfall venezolanischer Unterstützung erheblich unter Druck stehe. Die US-Sanktionen sollen nach Trumps Darstellung Kuba zwingen, direkt mit Washington zu verhandeln. Er berichtete auch, dass er Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum persönlich gebeten habe, Öltransporte nach Kuba zu stoppen, was diese zugesagt habe. Die kubanische Seite reagiert auf diese Entwicklungen mit dem Hinweis, dass eine konstruktive und regelbasierte Zusammenarbeit beiden Völkern zugutekomme. Gleichzeitig unterstreicht Havanna, dass alle Maßnahmen der Verteidigung der Souveränität und der Unabhängigkeit verpflichtet bleiben. Die kubanische Regierung signalisiert damit, trotz der aktuellen Spannungen, die Bereitschaft zu pragmatischem Dialog und Kooperation in sicherheitsrelevanten Fragen, sofern diese auf rechtlicher Basis und gegenseitigem Respekt erfolgen
Quelle: EFE (https://t1p.de/4ohsn)
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