Neues aus Kuba
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14.10.2026 22:00 Uhr
Der kubanische Außenminister bezichtigt Washington Handelspartner Kubas einzuschüchtern und zu erpressen und verteidigt das Recht des Landes auf unbedingten Brennstoffimport. Diese Anschuldigungen folgen auf widersprüchliche US-Signale zur Lockerung der Versorgungsblockade und zeitgleich mit der möglichen Ankunft eines weiteren russischen Öltankers.
Die kubanische Regierung wirft den Vereinigten Staaten erneut vor, mit gezieltem Druck internationale Handelsbeziehungen der Insel zu sabotieren. Außenminister Bruno Rodríguez bezichtigte Washington am Dienstag, durch Einschüchterung und Erpressung Drittstaaten davon abhalten zu wollen, souverän mit Kuba Handel zu treiben. Im Zentrum der aktuellen Auseinandersetzung steht das Recht des karibischen Staates, Brennstoffe zu importieren – ein Vorgang, den Rodríguez als durch internationales Recht gedeckte Normalität verteidigte. Jedes Land habe das Recht, Treibstoff nach Kuba zu exportieren und Handelsbeziehungen zu entwickeln, ohne Einmischung einer fremden Macht, so der Minister.
"Die von der US-Regierung gegen unser Land verhängte Energiesperre internationalisiert die Blockade (…) und zeigt, dass es sich nicht um eine bilaterale Angelegenheit handelt; sie schüchtert ein, übt Druck aus und erpresst jene, die souverän mit Kuba Handel treiben", prangerte der Chef der kubanischen Diplomatie in seinen sozialen Netzwerken an. Diese Stellungnahme ist eine direkte Reaktion auf die jüngste US-Politik. Nachdem Ende März der russische Tanker „Anatoly Kolodkin“ mit 100.000 Tonnen Rohöl in Kuba anlegen durfte, verkündete die Regierung von US-Präsident Donald Trump, künftig jede Öllieferung „fallweise“ prüfen zu wollen. Rodríguez wertete dieses Vorgehen sowie widersprüchliche Äußerungen Trumps, der eine Fokussierung auf Kuba erst nach Beendigung des Iran-Konflikts in Aussicht stellte, als taktische Verwirrung. Ihr Ziel sei es, weiterhin den Zugang Kubas zu Treibstoffen zu blockieren. Der diplomatische Vorstoß aus Havanna erfolgt vor dem Hintergrund erwarteter weiterer Energiehilfen. Nach der Ankunft des „Kolodkin“ kündigte Moskau die Entsendung eines weiteren Tankers an. Schiffsdaten und Expertenanalysen deuten stark darauf hin, dass es sich dabei um den Öltanker „Universal“ handelt, ein unter EU- und US-Sanktionen stehendes Schiff der russischen Reederei Sovcomflot. Das Schiff bewegt sich derzeit durch den Nordatlantik und könnte die karibischen Gewässer in etwa zwei Wochen erreichen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/ozq84)
Autor: Leon Latozke
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