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Die katholischen Bischöfe Kubas rufen in ihrer Weihnachtsbotschaft 2025 zu Hoffnung, Dialog und gesellschaftlicher Versöhnung auf. Angesichts der wirtschaftlichen Krise, Stromausfällen und Versorgungsengpässen appellieren sie an die Bevölkerung, Brücken statt Mauern zu bauen. um gemeinsam ein stabiles, gerechtes und zukunftsfähiges Kuba zu gestalten.
22.12.2025 04:00 Uhr
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Die katholischen Bischöfe Kubas haben in ihrer Weihnachtsbotschaft 2025 die Bevölkerung aufgerufen, „Samen der Hoffnung“ zu säen und gemeinsam an einer „neuen und besseren Kuba“ zu arbeiten. Sie forderten zu Dialog, Versöhnung und zum Abbau gesellschaftlicher Mauern auf und betonten die Bedeutung einer „vereinten Familie“. Besonders im Blick hatten sie die zahlreichen Familien im Osten der Insel, die in diesem Jahr vom Hurrikan Melissa schwer betroffen wurden. Die Geistlichen würdigten die Solidarität, die den Betroffenen zuteilwurde, und erinnerten zugleich daran, dass die Weihnachtsbotschaft über Generationen hinweg eine Einladung zu Brüderlichkeit und gegenseitiger Unterstützung sei.
Die Bischofskonferenz verwies auf ihre Mitteilung von 2020, deren Kern auch fünf Jahre später „aktuell“ bleibe: Gute Nachrichten für Kuba wären demnach Veränderungen, die Frieden und sozialen Ausgleich bringen, eine gerechtere Verteilung von Arbeit und Einkommen sowie die Möglichkeit, den Alltag in Ruhe und Sicherheit zu gestalten. Angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen auf der Insel sei dies keine Selbstverständlichkeit. Die Geistlichen mahnten, Gewalt, Konfrontation und Intoleranz zu überwinden und pluralistische Meinungen durch Dialog und Verhandlung zu integrieren. Hintergrund dieser Appelle ist die anhaltende wirtschaftliche Krise Kubas, die seit mehr als fünf Jahren anhält. Das Land leidet unter wiederkehrenden Stromausfällen, Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff, einer stagnierenden Produktion in Landwirtschaft und Industrie sowie einem Rückgang öffentlicher Dienstleistungen. Die Inflation ist hoch, die Dolarisierung nimmt zu, und viele Kubaner sehen sich gezwungen, das Land zu verlassen. In diesem Kontext betonten die Bischöfe erneut die Notwendigkeit, externe und interne Blockaden zu beenden, schöpferische Initiativen zu fördern und Gesetze zu verabschieden, die die Eigenverantwortung und wirtschaftliche Teilhabe der Bürger stärken. Die diesjährige Weihnachtsbotschaft der Bischöfe ist damit zugleich ein Aufruf an die gesamte Gesellschaft: Hoffnung zu bewahren, trotz widriger Umstände Brücken zu bauen und gemeinsam an einer Perspektive für ein Kuba zu arbeiten, das sozialen Zusammenhalt, gerechte Chancen und Frieden in den Mittelpunkt stellt. Es sei an der Zeit, die dringend erforderlichen Veränderungen umzusetzen – mit dem Engagement aller Kubanerinnen und Kubaner.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/kdoot)
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Text: Leon Latozke
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