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Kubanische Bischöfe: Solidarität angesichts der „Katastrophe” durch Melissa „dringend notwendig”31/10/2025
Nach Hurrikan Melissa rufen Kubas Bischöfe zu internationaler Solidarität auf. Überschwemmungen, Erdrutsche und Stromausfälle treffen besonders ältere Menschen. Dringend benötigt werden Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Hilfe beim Wiederaufbau beschädigter Häuser und Kirchen.
31.10.2025 09:33 Uhr
Die katholischen Bischöfe Kubas haben angesichts der Folgen des Hurrikans Melissa in den östlichen Provinzen des Landes zu dringender internationaler Solidarität aufgerufen. In einer Erklärung der Conferencia de Obispos Católicos de Cuba (COCC) sprachen sie von einer „Katastrophe enormen Ausmaßes“. Besonders betroffen sind die Provinzen Santiago de Cuba und Holguín, wo Melissa mit Windgeschwindigkeiten der Kategorie 3 (von 5) nach der Saffir-Simpson-Skala auf Land traf und sieben Stunden lang schwere Regenfälle, starke Winde und eine schwere Sturmflut verursachte.
Nach dem Abzug des Wirbelsturms bestehen weiterhin Alarmbedingungen in mehreren östlichen Provinzen. Die Behörden melden Überschwemmungen, Erdrutsche, unterbrochene Verkehrswege sowie teilweise und vollständige Zerstörung von Wohnhäusern. Auch Strom- und Telekommunikationsnetze sind stark beeinträchtigt. Die genaue Schadensbilanz liegt noch nicht vor, Todesopfer wurden bislang nicht registriert. In ihrem Aufruf betonen die Bischöfe die Dringlichkeit von Hilfen für die am stärksten gefährdeten Gruppen, insbesondere ältere Menschen. Benötigt werden Lebensmittel, Kleidung, Haushaltsartikel, Matratzen und Baumaterialien, um beschädigte Dächer zu reparieren. Auch religiöse Einrichtungen sind betroffen: Unter anderem wurde der Nationale Wallfahrtsort der Virgen de la Caridad in El Cobre beschädigt, ebenso wie Häuser von Ordensgemeinschaften und lokale Kirchen. Die COCC würdigt das Engagement von Kirchengemeinden und Familien, die gefährdete Menschen vor Ort aufgenommen haben. Sie appelliert an die Solidarität von katholischen Organisationen weltweit, an kubanische Gemeinden im Ausland sowie an alle, die mit guten Absichten Unterstützung leisten können. Die kirchliche Hilfsorganisation Caritas Nacional de Cuba ist bereit, Hilfsgüter zu koordinieren und an die Bedürftigen zu verteilen. Die Bischöfe weisen zudem auf die bereits schwierige Versorgungslage in Kuba hin: Mangel an Grundgütern, häufige und lange Stromausfälle sowie die zunehmende Verbreitung von Krankheiten verschärfen die Notlage. Melissa habe die prekären Bedingungen in der Region noch einmal deutlich verschärft.
Quelle: Iglesias cubana (https://t1p.de/hnf7p)
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Text: Leon Latozke
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