Neues aus Kuba
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Angesichts eines instabilen nationalen Stromnetzes und knapper Kraftstoffimporte treibt Kuba seine Energiewende voran. Bei einer Evaluierung unter Leitung von Präsident Díaz-Canel standen Bioenergie-Projekte im Fokus.
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In Kuba wird die Energiewende zur Überlebensfrage. Vor dem Hintergrund eines chronisch instabilen nationalen Stromnetzes und akuter Brennstoffknappheit treibt die kubanische Regierung einen fundamentalen Umbau der Energieversorgung voran. Das Ziel ist klar: die Abhängigkeit von teuren Importen fossiler Brennstoffe durch heimische, erneuerbare Quellen zu ersetzen.
In diesem Kontext leitete Präsident Miguel Díaz-Canel am Dienstag (14.) ein Treffen mit Experten und Wissenschaftlern, um die Fortschritte dieser Transformation auf der Insel zu evaluieren. Im Fokus standen dabei die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit des Ministeriums für Energie und Bergbau und der Nationalen Hochschulgruppe für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (GNUFRE), die darauf abzielen, verfügbare Ressourcen und Technologien für effiziente Lösungen zu nutzen. Auf dem Treffen wurden wegweisende Bioenergieprojekte präsentiert, die auf die Produktion von Biogas und Biomethan aus Schweine-, Vieh- und Industrieabfällen ausgerichtet sind. Zu den herausragenden Initiativen zählen das Pionierprojekt „Martí“, das Biomethan im Transportsektor einsetzt, sowie das „Managuaco“-Projekt, das ein Netzwerk für häusliche Brennstoffversorgung vorschlägt. Diese Vorhaben zielen darauf ab, Abwasserbehandlungssysteme durch den Einsatz von Biodigestern in aktive Energiequellen zu verwandeln. Parallel wurde das Potenzial von Waldbiomasse und die Entwicklung fester Biokraftstoffe für den Einsatz in Industrieöfen, bei der Nahrungsmittelzubereitung und in der Dampferzeugung diskutiert. Ein zentraler Punkt der Beratungen war der Vorschlag eines neuen technologischen Modells für die Zuckerindustrie. Dieser Ansatz strebt an, den Sektor in eine grundlastfähige und flexible Stromquelle für das Land zu transformieren. Nach diesem Konzept würde die Industrie nicht nur durch die Nutzung von Alkohol und Biomethan autark werden, sondern auch Kraftstoff für den Transport sowie Nebenprodukte für die Tierfutterproduktion liefern, um die Fleischerzeugung zu steigern. Der Austausch wurde vom Vizepremierminister Eduardo Martínez moderiert, unter Beteiligung von Vizepremierministerin Inés María Chapman sowie den Ministern für Energie und Bergbau, Vicente La O Levy, Hochschulbildung, Walter Baluja García, und Wissenschaft, Technologie und Umwelt, Armando Rodríguez Batista. Per Videokonferenz schalteten sich zudem Direktoren verschiedener Universitäten des Landes zu, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Staatssektor zu koordinieren. Vor diesem Hintergrund verbindet Kuba die Entwicklung sauberer Energiequellen mit dem Ausbau der konventionellen Infrastruktur. Einerseits verzeichnet das Land Fortschritte im Übergang zu einer nachhaltigeren Matrix durch den Bau von Photovoltaikparks und die Verbreitung von Erneuerbare-Energien-Kits in verschiedenen Sektoren voran. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Stabilisierung des nationalen Stromsystems umgesetzt, darunter die Wiederherstellung ausgefallener Blöcken in Heizkraftwerken, um die thermische Erzeugungskapazität wiederherzustellen. Die Massnahmen werden durch Bemühungen ergänzt, die Förderquoten für nationales Öl zu erhöhen und Begleitgas zu nutzen, um die energetische Verwundbarkeit des Landes zu verringern.
Quelle: Telesur (https://t1p.de/7zuk5)
Autor: Leon Latozke
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