Neues aus Kuba
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04.03.2026 09:00 Uhr
Die Vereinten Nationen warnen: Kubas Agrarproduktion steht vor einer akuten Treibstoffkrise, die die Landwirtschaft massiv beeinträchtigt. Maschinenstillstand und Transportprobleme bedrohen die Ernte, die Ernährung der Bevölkerung steht auf dem Spiel.
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Die Landwirtschaft Kubas steht unter massivem Druck. Die aktuelle Treibstoffknappheit trifft die Inselwirtschaft in einem entscheidenden Moment: Landwirte können Maschinen nur eingeschränkt einsetzen, die Ernte vieler Kulturen ist gefährdet. René Orellana, Vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) für Lateinamerika und die Karibik, beschreibt die Situation als „ernst“ – eine Bewertung, die über die landwirtschaftliche Produktion hinausgeht, da sie direkte Auswirkungen auf die Ernährung der Bevölkerung hat.
„Mehrere Kulturen sind gefährdet, nicht richtig geerntet zu werden“, so Orellana gegenüber der Nachrichtenagentur EFE Die Knappheit resultiert aus dem US-amerikanischen Ölblockade und den daraus folgenden Lieferstopps von wichtigen Partnern. Venezuela, einst Hauptlieferant, stellte die Versorgung nach massivem Druck der Vereinigten Staaten ein. Auch Mexiko, ein weiterer Verbündeter Kubas, stoppte die Öltransporte. Für die kubanische Regierung bedeutete dies drastische Rationierungen. Landmaschinen können nur eingeschränkt betrieben werden, Transporte von Agrarprodukten zu Märkten sind limitiert. Die Folge: Ein signifikanter Teil der Ernte droht ungenutzt zu verfallen, die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln gerät in Gefahr. Angesichts der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drängt die FAO auf den Einsatz erneuerbarer Energien. Photovoltaikanlagen, kleine Wasserkraftwerke und moderne Bewässerungssysteme sollen den Druck auf die Landwirtschaft mindern und vor allem Kleinproduzenten unterstützen. Diese Maßnahmen könnten nicht nur den akuten Engpass abfedern, sondern langfristig Kubas Agrarstruktur widerstandsfähiger machen. Die US-Sanktionspolitik wirkt sich unmittelbar auf die Ernährungssicherheit Kubas aus, während die Regierung des Landes gezwungen ist, kurzfristige Lösungen wie Kraftstoffrationierung umzusetzen. Für die Bevölkerung bedeutet dies steigende Unsicherheit, besonders in ländlichen Regionen, wo der Zugang zu Lebensmitteln ohnehin limitiert ist. Langfristig könnten Investitionen in erneuerbare Energien und effizientere lokale Produktionssysteme die Abhängigkeit von ausländischen Brennstoffen verringern. Doch kurzfristig bleibt die Lage prekär: Ohne ausreichende Treibstoffversorgung drohen erhebliche Ernteausfälle. Die FAO sieht dringenden Handlungsbedarf, um eine drohende Ernährungskrise abzufedern.
Quelle: EFE (https://t1p.de/krf03)
Autor: Leon Latozke
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