Neues aus Kuba
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Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat am Sonntagmorgen den Osten Kubas erschüttert. Das Epizentrum lag laut nahe Imías in der Provinz Guantánamo. Das Beben war in mehreren Provinzen deutlich spürbar, verursachte jedoch nach ersten Angaben weder größere Schäden noch Verletzte. Experten schlossen zudem eine Tsunami-Gefahr aus.
08.02.2026 14:00 Uhr
Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat Kuba am Sonntagmorgen erschüttert. Nach Angaben des kubanischen Zentrums für seismologische Forschung (Cenais) lag das Epizentrum rund 24 Kilometer südöstlich der Gemeinde Imías in der Provinz Guantánamo, in einer Tiefe von lediglich 7,1 Kilometern. Das Beben ereignete sich gegen 7.00 Uhr Ortszeit und war in mehreren östlichen Provinzen deutlich zu spüren, darunter Guantánamo, Santiago de Cuba und Granma.
Es handelt sich um das zweite registrierte Erdbeben in Kuba im laufenden Jahr 2026. Bereits am 9. Januar war in der Provinz Granma ein Beben der Stärke 4,0 gemessen worden. Schäden größeren Ausmaßes oder Verletzte meldeten die Behörden zunächst nicht. Die Spezialisten stellten klar, dass das Beben keine Bedingungen für einen Tsunami geschaffen hat, weshalb jegliche Warnung dieser Art ausgeschlossen wurde. Kuba zählt zu den seismisch aktiveren Regionen der Karibik. Allein im Jahr 2025 registrierte das Cenais insgesamt 4.535 Erdbeben, von denen jedoch nur 15 für die Bevölkerung spürbar waren. Besonders aktiv war im ersten Halbjahr die Zone Pilón–Chivirico an der Südküste der Provinz Granma mit 696 registrierten Erschütterungen. Die höchste seismische Gefährdung besteht im Osten der Insel entlang der Südküste von Santiago de Cuba, Granma und Guantánamo. Ursache ist die Nähe zur sogenannten Oriente-Verwerfung, die die Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Karibischen Platte markiert. Diese tektonische Struktur ist für die wiederkehrenden Spannungsentladungen verantwortlich. In der weiteren Region, die sich von der Dominikanischen Republik bis nach Mexiko erstreckt, treffen mehrere aktive Verwerfungssysteme aufeinander. Die jüngere Vergangenheit zeigt das Schadenspotenzial solcher Ereignisse. Im November 2024 ereigneten sich nahe Pilón zwei starke Erdbeben der Magnituden 6,0 und 6,7, gefolgt von mehr als 800 Nachbeben. Damals wurden zehn Menschen verletzt und über 8.600 Wohnhäuser beschädigt, darunter 156 mit Totalschäden. Auch ein Beben der Stärke 6,1 im Dezember 2024 im Municipio Guamá (Santiago de Cuba) verursachte Schäden an Dutzenden Gebäuden.
Quelle: Cubadebate (https://t1p.de/e8bzk)
Autor: Leon Latozke
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