Neues aus Kuba
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10.04.2026 08:00 Uhr
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Kubas Staatschef Miguel Díaz‑Canel hat Spekulationen über einen Rücktritt zurückgewiesen. Er kritisierte US-Forderungen nach politischen Veränderungen und pochte auf Selbstbestimmung. Gleichzeitig zeigte er sich offen für Gespräche ohne Druck.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Exclusive: Cuban president reacts to Trump admin’s call for him to step down. Rechte beim Uploadenden.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz‑Canel hat Spekulationen über einen möglichen Rücktritt entschieden zurückgewiesen. In einem Interview mit dem US-Sender NBC erklärte er am Donnerstag (9.), dass ein Amtsverzicht „nicht Teil unseres politischen Vokabulars“ sei. Auf die Frage, ob er erwogen habe, zurückzutreten, um sein Land zu stabilisieren, entgegnete Díaz-Canel, dass die Führung Kubas nicht von der Regierung der Vereinigten Staaten bestimmt werde.
Er betonte, Kuba sei ein souveräner Staat mit eigenständigen Entscheidungsstrukturen. Die politischen Verantwortlichen würden nicht im Ausland legitimiert, sondern innerhalb des Landes bestimmt. Kuba verfüge über Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, und diese Prinzipien seien nicht verhandelbar, erklärte der Präsident. Die Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit der Regierung von Donald Trump. Washington erhöht den Druck auf Havanna und fordert indirekt politische Veränderungen. Trump hatte Kuba zuletzt als „gescheiterten Staat“ bezeichnet. Zudem wurden nach der Festnahme von Nicolás Maduro die venezolanischen Öllieferungen an die Karibikinsel gestoppt, was die Energieversorgung zusätzlich belastet. Während des Interviews reagierte Díaz-Canel sichtbar verärgert auf die Rücktrittsfrage. Er konterte, ob eine solche Frage auch dem US-Präsidenten gestellt werde oder ob sie im Auftrag des Außenministeriums erfolge. Gleichwohl signalisierte er Gesprächsbereitschaft. Verhandlungen seien möglich, jedoch nur ohne Druck oder Androhung einer Intervention. Zuletzt hatte US-Außenminister Marco Rubio erklärt, das kubanische Wirtschaftssystem sei gescheitert und ein Regierungswechsel denkbar. Parallel intensivieren sich die internationalen Aktivitäten: Der russische Vizeaußenminister Sergei Rjabkow reiste nach Havanna, um eine weitere Öllieferung aus Moskau anzukündigen. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Folgen der US-Maßnahmen abzumildern und die Versorgung der Insel zu stabilisieren.
Quelle: EFE (https://t1p.de/hje04)
Autor: Leon Latozke
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