Neues aus Kuba
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Die Energiekrise verschärft sich: Supermarket23 setzt neue Bestellungen aus. Für viele Familien in Kuba bricht damit eine wichtige Versorgungsquelle weg.
14.02.2026 08:45 Uhr
Abbildung: Screenshot von Supermarket23 vom 15.02.2026
Die auf Kuba spezialisierte Online-Plattform Supermarket23 hat die vollständige Aussetzung neuer Bestellungen bekannt gegeben. Das Unternehmen reagiert damit auf die sich zuspitzende Treibstoffkrise in Kuba, die inzwischen zentrale Logistikstrukturen des Landes erfasst hat. Nach Angaben der Firma ist die eigene Lieferkapazität „direkt beeinträchtigt“. Vorerst könnten ausschließlich bereits bearbeitete Aufträge abgeschlossen werden.
In einer offiziellen Mitteilung erklärte das Unternehmen, die „logistischen Operationen seien aufgrund der schweren Energiekrise vorübergehend eingeschränkt“. Oberste Priorität habe die Erfüllung bereits eingegangener Verpflichtungen. Neue Bestellungen blieben ausgesetzt, bis wieder Bedingungen herrschten, die das gewohnte Serviceniveau ermöglichten. Die technische Infrastruktur sei weiterhin aktiv, man arbeite an einer raschen Wiederaufnahme des regulären Betriebs. Zentrale Rolle für Exilkubaner Plattformen wie Supermarket23 spielen für viele kubanische Familien eine essenzielle Rolle. Über sie bestellen im Ausland lebende Kubaner Lebensmittel und Grundbedarfsgüter, die direkt an Angehörige auf der Insel geliefert werden. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der Versorgungsengpässe ist dieser Kanal für zahlreiche Haushalte zu einer unverzichtbaren Stütze geworden. Die Treibstoffknappheit, die bereits den öffentlichen Nahverkehr, die Produktion und grundlegende Dienstleistungen beeinträchtigt, trifft nun auch diese Versorgungsader. Mit der Unterbrechung neuer Bestellungen gerät ein System an seine Grenzen, das für viele Familien zur Überlebensstrategie geworden ist. Tausende Kunden warten derzeit auf Klarheit darüber, wann die Dienste wieder vollständig aufgenommen werden können. Die Entwicklung verdeutlicht, wie unmittelbar sich die Energiekrise auf die alltägliche Versorgungslage auswirkt – und wie verwundbar selbst digital organisierte Lieferketten unter den Bedingungen chronischer Ressourcenknappheit sind.
Quelle: Facebook/Supermarket23
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