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01.09.2026 10:00 Uhr
Kubas Frauen-Volleyball meldet sich zurück: Bronze bei der NORCECA-Meisterschaft, WM-Qualifikation 2027 und ein historischer Sieg gegen den Gastgeber.
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Kubas Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der NORCECA-Kontinentalmeisterschaft in Santo Domingo (Dominikanische Republik) die Bronzemedaille gewonnen – die erste kubanische Medaille bei diesem Turnier seit 2011. Im Spiel um Platz drei bezwang Kuba den Gastgeber und amtierenden Rivalen Dominikanische Republik mit 3:0 (26-24, 25-17, 25-18). Es war Kubas 23. Medaille in der Geschichte des Wettbewerbs und die dritte Bronzemedaille neben 13 Gold- und sieben Silbermedaillen.
Mit dem Erreichen des Halbfinales hatten sich Kuba und die Dominikanische Republik bereits vorzeitig für die FIVB-Weltmeisterschaft 2027 qualifiziert – als erste Teams des Kontinents überhaupt. Nur wenige Tage später, am 29. August, setzte sich Kuba beim direkt anschließenden NORCECA-Olympiaqualifikationsturnier – an dem nur die vier besten Teams der Kontinentalmeisterschaft (Kanada, Kuba, Dominikanische Republik, Puerto Rico) teilnahmen – im Spiel um Platz drei erneut klar mit 3:0 (25-22, 25-18, 25-21) gegen Puerto Rico durch und sicherte sich damit auch hier die Bronzemedaille. Verantwortlich für den sportlichen Aufschwung ist der brasilianische Trainer Luizomar de Moura, der Mitte 2025 mit einem Vierjahresvertrag verpflichtet wurde. De Moura bringt einschlägige Erfolge mit: Goldmedaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 und 2007, bei der Kadetten-WM 2009 sowie 2011 mit dem brasilianischen Klub Osasco, dem aktuellen Meister der Superliga, bei der Klub-Weltmeisterschaft der Frauen. Nach dem Erfolg gegen Puerto Rico zeigte sich De Moura zufrieden mit der Entwicklung seines Teams über die vergangenen zwei Monate intensiver Arbeit in der Dominikanischen Republik. Als eigentliche Architektin des Trainerwechsels gilt die kubanische Volleyball-Ikone Mireya Luis, heute Exekutiv-Vizepräsidentin des Volleyball-Weltverbands FIVB. Sie soll sich gegen internen Widerstand für die Verpflichtung des Brasilianers eingesetzt haben. Dem staatlichen Sportmedium Jit sagte Luis, das Niveau der Spielerinnen sei enorm gewachsen, und sprach von einem Prozess, der Kuba die einstige Freude am Volleyball zurückbringen solle. Der kubanische Frauenvolleyball verweist mit dem Erfolg auf eine große Tradition: In den 1970er- und erneut in den 2000er-Jahren dominierten die als „Las Morenas del Caribe" bekannten Teams den Weltvolleyball. Von der einstigen Dominanz ist die aktuelle Mannschaft noch weit entfernt – in der FIVB-Weltrangliste tauchte Kuba zuletzt gar nicht auf – mittelfristig soll die Mannschaft aber wieder unter die besten acht Nationen der Welt vorstoßen und bei Turnieren wie den Panamerikanischen Spielen um Medaillen mitspielen – mit dem erklärten Ziel, künftig auch gegen die USA, Kanada und die Dominikanische Republik bestehen zu können. Erst kürzlich hatte auch der Wechsel zweier kubanischer Volleyballer, Noslen Díaz und Jorge Alayo, zum portugiesischen Klub Sporting Lissabon für Aufsehen gesorgt – ein weiteres Zeichen für die wachsende internationale Sichtbarkeit kubanischer Volleyballtalente. Autor: Leon Latozke
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