Neues aus Kuba
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US-Präsident Donald Trump erklärt Kuba angesichts des Wegfalls venezolanischer Öllieferungen für wirtschaftlich schwer angeschlagen. Die Insel stehe „kurz vor dem Zusammenbruch“, sagte Trump und verwies auf die enge Abhängigkeit Havannas von Caracas. Zugleich betont er, dass Washington derzeit „keine Aktion“ gegen die Insel plane.
05.01.2026 07:00 Uhr
Abbildung: Präsident Trump im Situation Room am 03.01.2026. US White House, Operation Absolute Resolve 17, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC0 1.0
Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag (4.), Kuba sei „kurz vor dem Zusammenbruch“. Ausschlaggebend sei vor allem der Wegfall venezolanischer Öllieferungen, auf die die Inselwirtschaft seit Jahren angewiesen ist. Ohne diese Unterstützung verfüge Kuba nach Trumps Darstellung über keine tragfähigen Einnahmequellen mehr.
Trump äußerte sich an Bord der Air Force One und zeichnete ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Situation des Landes. Kuba habe seine Einkünfte im Wesentlichen aus dem subventionierten Öl aus Venezuela bezogen. Nun, da diese Quelle versiege, stehe das Land vor existenziellen Problemen. Konkrete Zahlen oder unabhängige Belege nannte der US-Präsident nicht, ordnete seine Aussagen jedoch klar in den Kontext der aktuellen Umbrüche in Venezuela ein. Gleichzeitig stellte Trump klar, dass aus seiner Sicht kein unmittelbarer Handlungsbedarf für ein militärisches oder politisches Eingreifen der USA in Kuba bestehe. Anders als bei der jüngsten Aktion in Caracas, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro festgenommen worden sei, halte er eine vergleichbare Operation auf der Karibikinsel nicht für notwendig. „Ich glaube nicht, dass wir irgendeine Aktion brauchen“, sagte Trump. In seinen Aussagen griff der Präsident zudem die kubanische Führung indirekt an und verwies darauf, dass „viele kubanischstämmige Amerikaner“ mit dem Kurs seiner Regierung zufrieden seien. Damit knüpfte er an die traditionell harte Haltung gegenüber Havanna an, die insbesondere in Teilen der Exilgemeinde in den USA Unterstützung findet. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Trumps Behauptung, viele Kubaner seien in Caracas ums Leben gekommen, als sie versucht hätten, Nicolás Maduro zu schützen. Auch hierzu wurden keine näheren Details oder Bestätigungen geliefert. Zurückhaltender äußerte sich US-Außenminister Marco Rubio. In einem Interview mit NBC News bezeichnete er die kubanische Regierung zwar als „großes Problem“, vermied jedoch konkrete Aussagen zu künftigen Schritten Washingtons gegenüber Havanna. Es sei kein Geheimnis, dass die US-Regierung kein Bewunderer des kubanischen Systems sei, sagte Rubio, ließ aber offen, welche politischen oder wirtschaftlichen Maßnahmen folgen könnten.
Quelle: EFE (https://t1p.de/bnqfz)
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Text: Leon Latozke
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