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Nach dem verheerenden Hurrikan Melissa erhält Kuba internationale Unterstützung: Südkorea spendet 24.600 Tonnen Reis für besonders betroffene Bevölkerungsgruppen, verteilt in Kooperation mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Die erste Lieferung ist bereits im Osten der Insel eingetroffen, die zweite wird über das gesamte Land verteilt.
27.12.2025 14:11 Uhr
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Nach dem verheerenden Hurrikan Melissa hat Südkorea Kuba mit einer umfangreichen Lebensmittelhilfe unterstützt. Das Land spendete insgesamt 24.600 Tonnen Reis, um besonders betroffene Bevölkerungsgruppen im Osten der Insel sowie weitere vulnerable Gruppen landesweit zu versorgen.
Die erste Hälfte der Lieferung wurde bereits im Hafen von Santiago de Cuba gelöscht und wird in den östlichen Provinzen verteilt. Dabei arbeitet Kuba mit dem Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen zusammen. Die über 12.000 Tonnen sollen die vom WFP bislang ausgegebenen Rationen für fünf Monate verdoppeln. Die zweite Hälfte der südkoreanischen Spende soll in den kommenden Wochen in der Hauptstadt eintreffen und anschließend über das gesamte Land verteilt werden, vorrangig an schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen, darunter Schwangere. Kurz zuvor hatte auch Japan Hilfsgelder in Höhe von einer Million US-Dollar bereitgestellt, um die Ernährungssicherheit von rund 190.000 Menschen im Osten Kubas zu gewährleisten. Diese Mittel dienen der Bereitstellung von Notrationen mit Reis, Hülsenfrüchten und Öl. Darüber hinaus unterstützt Japan über UNICEF Projekte zur Trinkwasserversorgung und sanitärer Grundversorgung in drei Provinzen. Seit dem Durchzug von Hurrikan Melissa Ende Oktober, der die östliche Inselregion als Kategorie-3-Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und Niederschlägen von bis zu 400 Litern pro Quadratmeter traf, haben verschiedene multilaterale Organisationen, NGOs und Länder wie China, Venezuela, Spanien, Kolumbien, Südkorea und Mexiko Hilfsgüter nach Kuba gesendet. Die materiellen Schäden des Wirbelsturms sind erheblich: Betroffen sind mehr als 116.000 Wohnhäuser, über 2.000 Schulen, 600 medizinische Einrichtungen, mehr als 100.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen sowie die Infrastruktur für Transport, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung. Todesopfer wurden laut kubanischer Regierung nicht registriert. Die humanitäre Lage wird durch die seit mehr als fünf Jahren anhaltende Wirtschaftskrise verschärft. Kuba leidet unter Engpässen bei Grundbedarfsgütern, Inflation bei gleichzeitig schrumpfender Wirtschaft, zunehmender Dolarisierung, regelmäßigen Stromausfällen und einer anhaltenden Abwanderung. Die internationalen Hilfsaktionen sind daher entscheidend, um die akuten Versorgungslücken zu überbrücken.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/fdvln)
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Text: Leon Latozke
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