Neues aus Kuba
|
Friedensnobelpreisträger Lech Walesa sieht in Trump eine strategische Chance für Kubas Opposition, betont jedoch, dass die US-Politik nicht die Freiheit bringt.
14.02.2026 09:35 Uhr
![]()
Der frühere polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa hat Kubaner in Florida dazu aufgerufen, die Präsidentschaft von Donald Trump „zu nutzen“, um einen politischen Wandel auf der Insel voranzutreiben. Gleichzeitig warnte er jedoch eindringlich, dass Trump „nicht ihre Freiheit bringen wird“. Walesa verglich die Lage in Kuba mit seiner eigenen Erfahrung beim Sturz des kommunistischen Regimes in Polen 1989 und betonte die Notwendigkeit einer klugen Strategie.
Bei einem Treffen im Museo de la Diáspora Cubana erklärte Walesa: „Sie müssen Trump ausnutzen, weil er in die richtige Richtung geht, aber er verfolgt die Interessen der USA, nicht die der Kubaner.“ Der Nobelpreisträger erinnerte daran, dass sein eigener Freiheitskampf von der Unterstützung durch Papst Johannes Paul II. profitierte und dass Kubaner vergleichbare Gelegenheiten strategisch einsetzen müssten. Der 82-jährige Walesa wurde von Organisationen des kubanischen Exils, darunter die Asamblea de la Resistencia Cubana (ARC), als erster „Botschafter der Freiheit in Kuba“ anerkannt. Er unterstrich, dass die politischen Maßnahmen der US-Regierung unter Trump, unterstützt vom kubanischstämmigen Außenminister Marco Rubio, die Position des Regimes in Havanna weiter schwächen könnten. Die jüngsten Maßnahmen Washingtons beinhalten unter anderem die Sanktionen gegen Länder, die Kuba mit venezolanischem Öl beliefern, sowie die Erklärung eines „nationalen Notstands“ im Zusammenhang mit der Versorgung der Insel. Walesa warnte zugleich, dass eine mögliche schnelle Niederlage des Regimes nicht ohne Risiken sei: „Dann beginnen die Probleme, weil sie Gefahr laufen, dass ein Bürgerkrieg entsteht.“ Dennoch richtete er motivierende Worte an die Exilgemeinde: „Ich wünsche Ihnen Freiheit und bitte, lassen Sie mich an Ihrem Siegesumzug in Kuba teilnehmen. Beeilen Sie sich.“
Quelle: EFE (https://t1p.de/vsset)
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |

RSS-Feed