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Luis Manuel Otero Alcántara: Bundestagsabgeordneter fordert Freilassung des kubanischen Künstlers3/12/2025
Der deutsche Grünen-Abgeordnete Boris Mijatovic fordert die sofortige Freilassung des kubanischen Künstlers Luis Manuel Otero Alcántara. An seinem 38. Geburtstag kritisierte er die schlechten Haftbedingungen und würdigte die Rolle des Künstlers als kritische Stimme gegen soziale Missstände und Regierungswillkür.
03.12.2025 08:36 Uhr
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Der deutsche Grünen-Abgeordnete Boris Mijatovic hat anlässlich des 38. Geburtstags von Luis Manuel Otero Alcántara erneut die Freilassung des bekannten kubanischen Künstlers und politischen Gefangenen gefordert. In einer Videobotschaft, die über den YouTube-Kanal des lateinamerikanischen Thinktanks CADAL verbreitet wurde, würdigte Mijatovic den Aktivisten als eine Stimme, die „soziale Fragen stellt und die Regierung kritisiert – genau das, was Kunst tun muss“. Scharfe Kritik richtete er zugleich an die Behörden in Havanna: Die Haftbedingungen des Künstlers seien „deplorable“, Kunst und Wissenschaft müssten frei sein. „Befreit Luis – wir wollen heute auf seinen Geburtstag anstoßen“, sagte der Abgeordnete.
Für Otero Alcántara ist es bereits der fünfte Geburtstag hinter Gittern. Der Gründer des oppositionellen Movimiento San Isidro wurde nach den landesweiten Protesten vom 11. Juli 2021 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International stufen ihn als „Gewissensgefangenen“ ein. Seine Unterstützer betonen seit Jahren, dass die Verurteilung politisch motiviert sei. Nach Angaben von Freunden trat der Künstler zu Wochenbeginn in der Hochsicherheitsanstalt von Guanajay (Provinz Artemisa) in einen freiwilligen Fastenprotest. Die Kuratorin und enge Vertraute Yanelis Núñez erklärte gegenüber Martí Noticias, Otero Alcántara protestiere bewusst zum Geburtstag und mit Blick auf den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Er fordere seine eigene Freilassung ebenso wie die aller politischen Gefangenen des Landes. Seit seiner Inhaftierung hat der Künstler mehrfach Hunger- und Durststreiks begonnen – mindestens sechs dokumentierte Aktionen, die immer wieder internationale Aufmerksamkeit ausgelöst haben. „Er hat sich nie mit dieser ungerechten Strafe abgefunden“, betonte Núñez. Parallel dazu versuchen Unterstützer, mit dem Projekt Momento Cero erneut Druck aufzubauen. Die Initiative will das nahende Ende der Haftzeit nutzen, um auf die Situation politischer Gefangener in Kuba aufmerksam zu machen und eine öffentliche Debatte über das Gefängnissystem der Insel anzustoßen. Die wiederholten Appelle aus Europa und Lateinamerika verdeutlichen, dass der Fall Otero Alcántara für viele zum Symbol der Repression gegen kritische Stimmen in Kuba geworden ist. Ob der wachsende internationale Druck seine Freilassung beschleunigen kann, bleibt jedoch ungewiss.
Quelle: CADALTV/YouTube (https://t1p.de/5jub5)
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Text: Leon Latozke
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