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Nach dem verheerenden Hurrikan Melissa zeigt Frankreich seine Solidarität mit Kuba. Präsident Emmanuel Macron sprach mit Miguel Díaz-Canel und bot Unterstützung bei der Bewältigung der Schäden an.
10.11.2025 07:00 Uhr
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Die französische Regierung hat Kuba nach den verheerenden Folgen des Hurrikans Melissa ihre Solidarität bekundet. Präsident Emmanuel Macron telefonierte am Wochenende (8.) mit seinem kubanischen Amtskollegen Miguel Díaz-Canel, um die Unterstützung Frankreichs für die von der Naturkatastrophe betroffenen Regionen auszudrücken. Das Élysée-Palast teilte in einer kurzen Mitteilung mit, dass Macron die Schäden auf der Insel ausdrücklich ansprach und seine Anteilnahme übermittelte.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden rund 2,2 Millionen Menschen in den östlichen Provinzen Granma, Santiago de Cuba, Holguín und Guantánamo schwer getroffen. Besonders betroffen seien Wohnhäuser, grundlegende Infrastrukturen, Kommunikationssysteme, Lebensgrundlagen und die Ernährungssicherheit der Bevölkerung. Der Hurrikan hatte in der Nacht zum 29. Oktober mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde, starken Regenfällen und hohen Sturmfluten die Ostküste Kubas getroffen und die Region über sieben Stunden hinweg massiv belastet. In einer öffentlichen Stellungnahme bedankte sich Díaz-Canel tags darauf bei Macron für dessen Solidarität und das Angebot zur Kooperation bei der Bewältigung der Folgen. Er informierte den französischen Präsidenten über die wichtigsten Schäden und die laufenden Wiederherstellungsmaßnahmen. Auch Kubas Außenminister Bruno Rodríguez äußerte seinen Dank für die Unterstützung. Die Wiederherstellung der von Melissa betroffenen Gebiete schreitet schrittweise voran. Betroffen sind insbesondere die Provinzen Santiago de Cuba, Granma, Holguín, Guantánamo und Las Tunas. Dabei stehen die Wiederherstellung der Stromversorgung, der Telekommunikation, der Wasserversorgung, des Transports und der landwirtschaftlichen Infrastruktur im Fokus. Trotz erster Fortschritte betonte Díaz-Canel, dass die Schäden erheblich seien und die Rückkehr zur Normalität noch Zeit benötige. Erste Erhebungen zeigen, dass 76.789 Wohnhäuser betroffen sind, davon 4.743 vollständig zerstört und 10.311 teilweise eingestürzt. 12.056 Häuser verloren ihre Dächer vollständig, weitere 47.753 teilweise. Insgesamt wurden 1,312 Millionen Menschen evakuiert und untergebracht, davon mehr als 69.870 in staatlichen Einrichtungen und rund 933.000 bei Verwandten oder Nachbarn. Noch am vergangenen Freitag befanden sich über 54.000 Personen in Notunterkünften.
Quellen: EFE (https://t1p.de/hg7ph, https://t1p.de/nms22)
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Text: Leon Latozke
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