Neues aus Kuba
|
27.05.2026 23:00 Uhr
![]()
US-Außenminister Marco Rubio erwartet von den laufenden Gesprächen mit Kuba ein „gutes Ergebnis“. Bei einer Kabinettssitzung betonte er, ein gescheiterter Staat 170 Kilometer vor der US-Küste stelle eine ernste Sicherheitsbedrohung dar.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Video. Rechte beim Uploadenden.
Der amerikanische Außenminister Marco Rubio hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die laufenden Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba zu einem positiven Ergebnis führen werden. Bei einer Kabinettssitzung am Mittwoch (27.) im Weißen Haus, die Präsident Donald Trump leitete, erklärte der Diplomat: „Wir werden mit ihnen reden, wir werden daran arbeiten. Wir wollen etwas Gutes für das kubanische Volk, und hoffentlich wird es für sie ein gutes Ende geben. Es muss einfach ein gutes Ende geben.“ Rubio, der selbst kubanische Wurzeln hat, betonte die Dringlichkeit einer Lösung mit Blick auf die nationale Sicherheit der USA. Ein gescheiterter Staat in nur 170 Kilometern Entfernung von der amerikanischen Küste stelle eine ernste Gefahr dar, so der Chefdiplomat.
Seine Äußerungen fielen in eine Zeit verschärfter Spannungen und paralleler, diskreter Verhandlungen. Rubio kritisierte die Inselführung scharf. Diese bestehe aus „inkompetenten Kommunisten“, die für die vielen Probleme des Landes verantwortlich seien. Besonders verwies er auf das GAESA-Konglomerat, das von der kubanischen Armee kontrolliert werde. Dieses Unternehmen beherrsche rund 70 Prozent der Wirtschaft. „Kein einziger Cent dieser Einnahmen kommt dem kubanischen Volk zugute“, sagte der Außenminister. Die US-Regierung hat ihren Druck auf Kuba in den vergangenen Monaten massiv erhöht. Auslöser war die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch amerikanische Streitkräfte im Januar. Seither fordern Washington und Trump von der kubanischen Führung weitreichende politische und wirtschaftliche Reformen. Gleichzeitig droht der US-Präsident offen mit einer „Übernahme“ des Landes. Havanna wiederum wirft den USA vor, einen militärischen Angriff vorzubereiten. Ein zentrales Druckmittel ist eine Erdölblockade, die die ohnehin schwere Wirtschaftskrise auf der Insel weiter verschärft hat. Zudem erhob das US-Justizministerium erst kürzlich Anklage gegen den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Ihm wird vorgeworfen, für den Tod von vier Piloten einer Exilorganisation verantwortlich zu sein – ein Fall, der drei Jahrzehnte zurückliegt. Trotz dieser harten Gangart laufen hinter den Kulissen Gespräche zwischen beiden Seiten. CIA-Direktor John Ratcliffe reiste vor Kurzem nach Kuba. Auch ist bekannt geworden, dass Raúl Guillermo Rodríguez Castro, ein Enkel des Altpräsidenten, an den Verhandlungen beteiligt gewesen sein soll. Das Nebeneinander von öffentlicher Konfrontation und vertraulicher Diplomatie kennzeichnet die derzeitige Beziehung zwischen Washington und Havanna. Autor: Leon Latozke
Letzte Meldungen
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |


RSS-Feed