Neues aus Kuba
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05.05.2025 23:00 Uhr
Marco Rubio plant Gespräche mit Papst Leo XIV. über mehr humanitäre Hilfe für Kuba. Der US-Außenminister will die Kirche als Vermittlerin für die Verteilung einbinden.
US-Außenminister Marco Rubio hat angekündigt, mit Papst Leo XIV. über eine Ausweitung der humanitären Hilfe für Kuba sprechen zu wollen. Die Hilfslieferungen sollen demnach über die katholische Kirche auf der Insel verteilt werden – allerdings nur, wenn die kubanischen Behörden dies zuließen. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag (5.) im Weißen Haus betonte Rubio, Washington habe bereits mehrfach versucht, Hilfe zu leisten, sei aber von der Regierung in Havanna blockiert worden. Erst im Februar habe die US-Regierung sechs Millionen Dollar über das katholische Hilfswerk Caritas nach Kuba geschickt, das dort tätig ist.
Der Außenminister, dessen Familie aus Kuba stammt, signalisierte grundsätzliche Bereitschaft zu weiteren Zahlungen. „Wir sind bereit, mehr humanitäre Hilfe nach Kuba zu schicken“, sagte er. „Aber das kubanische Regime muss uns das erlauben.“ Rubio plant am Donnerstag eine Reise in den Vatikan, wo neben konkreten Hilfsfragen auch das Thema Religionsfreiheit auf der Agenda steht. „Wir haben gemeinsame Sorgen zur Religionsfreiheit und möchten darüber sprechen“, so Rubio. Er verwies auf die jüngste Reise des Papstes nach Westafrika, wo die Religionsfreiheit ein zentrales Thema gewesen sei. Auch die Trump-Administration habe das Anliegen priorisiert, etwa mit Bombardements auf islamistische Gruppen in Nigeria als Reaktion auf Angriffe auf Christen an Weihnachten. Trotz zuletzt öffentlicher Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und León XIV. relativierte Rubio die Differenzen. Der Außenminister bestritt, dass Trump den Papst persönlich angegriffen habe. Die USA hatten bereits im Januar ein Ölembargo gegen Kuba verhängt, um Druck auf Präsident Miguel Díaz-Canel auszuüben. Vor einer Woche drohte Trump zudem damit, die Kontrolle über die Insel nach dem Ende des Krieges im Iran unverzüglich zu übernehmen. Rubio selbst gilt als einer der schärfsten Befürworter einer harten Linie gegenüber Havanna.
Quelle: EFE (https://t1p.de/zekjk)
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