Neues aus Kuba
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27.02.2026 08:35 Uhr
Meliá plant die vorübergehende Schließung weiterer Hotels in Kuba. Gründe sind logistische Engpässe und geringere Nachfrage, doch ein Rückzug ist nicht vorgesehen. Der Konzern betont sein langfristiges Engagement und seine Führungsrolle auf dem kubanischen Markt.
Der spanische Hotelkonzern Meliá plant, angesichts aktueller Herausforderungen in Kuba, die vorübergehende Schließung weiterer Hotels. Bereits drei Häuser des Unternehmens stehen derzeit still, und künftig könnten weitere Betriebe vorübergehend folgen. Betroffen sind vor allem Hotels im Management-Modell, deren Betrieb stark von den aktuellen Kapazitäten und der Versorgungslage abhängt. Grund für diese Maßnahmen sind laut Unternehmensangaben logistische Engpässe, insbesondere bei Treibstoff, sowie Schwierigkeiten des Personals, die Arbeitsplätze zu erreichen. Hinzu kommt eine nachlassende Nachfrage, die eine „Verdichtung“ des Angebots wirtschaftlich sinnvoll erscheinen lässt.
Trotz dieser operativen Anpassungen betrachtet Meliá Kuba als strategisch bedeutenden Markt. Das Unternehmen unterstreicht, dass die Schließungen keine Abkehr vom Land darstellen, sondern eine Reaktion auf vorübergehende Einschränkungen sind. Präsident und CEO Gabriel Escarrer betonte, dass man sich weiterhin „wohl“ in der Führungsposition auf dem kubanischen Markt fühle. Die Entscheidung, Hotels temporär zu schließen, sei vor allem auf die Auslastung abgestimmt und nicht Ausdruck eines langfristigen Rückzugs. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Meliá bleiben begrenzt: Kuba trug 2025 nur rund zwei Prozent zum Bruttobetriebsergebnis (EBITDA) von 544,7 Millionen Euro bei. Der Nettogewinn des Konzerns stieg im selben Jahr auf über 200 Millionen Euro, ein Plus von 23,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei zeigte sich, dass der Betrieb in Kuba im letzten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 bessere Ergebnisse erzielte als in vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Analytisch betrachtet signalisiert Meliás Vorgehen eine strategische Flexibilität: Während kurzfristige Engpässe zu Anpassungen führen, hält das Unternehmen am langfristigen Engagement fest. Kuba bleibt für den internationalen Tourismus attraktiv, insbesondere für europäische Gäste. Die aktuelle Situation verdeutlicht jedoch die Fragilität der Tourismusinfrastruktur auf der Insel, die stark von logistischen Faktoren und politisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt.
Quelle: EFE (https://t1p.de/qtcnf)
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