Neues aus Kuba
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Der Hurrikan Melissa bewegt sich als Sturm der Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h auf den Osten Kubas zu. Nach seinem verheerenden Durchzug über Jamaika bereitet sich die Insel auf massive Regenfälle, Sturmfluten und schwere Zerstörungen vor.
29.10.2025 06:39 Uhr
Abbildung: Melissa in Jamaica. Quelle YouTube/USA Today
Der mächtige Hurrikan Melissa hat sich nach kurzeitiger Abschwächung erneut verstärkt und nähert sich nun mit Wucht dem südöstlichen Teil Kubas. Laut dem National Hurricane Center (NHC) der USA erreicht Melissa aktuell wieder Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Skala mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von etwa 215 km/h.
Verlauf und aktuelle Lage „Melissa“ hatte bei ihrem Überqueren von Jamaika kurzzeitig die Kategorie 5 erreicht – mit Windgeschwindigkeiten von über 280 km/h. Anschließend schwächte sich der Sturm auf Kategorie 3 ab, bevor er sich beim Weiterziehen erneut auf Kategorie 4 verstärkte. Das Zenntrum des Sturms befindet sich aktuell etwa 175 km südwestlich von Guantánamo – er zieht mit rund 15 km/h nordöstlich Richtung Osten der kubanischen Insel. Laut Prognosen wird der Sturm in der Nacht zum Mittwoch beziehungsweise am Mittwochmorgen den Osten Kubas überqueren – insbesondere die Provinzen zwischen Granma und Santiago de Cuba stehen im Fokus. Kuba stellt sich auf „extrem gefährliche Situation“ ein Die kubanischen Behörden haben in sechs Provinzen – darunter Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo, Holguín, Las Tunas und Camagüey – Evakuierungen und Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Rund 650.000 Menschen wurden entweder bereits in Sicherheit gebracht oder ihre Unterkünfte gesichert. Der kubanische Wetterdienst prognostiziert Winde über 200 km/h, heftige Regenfälle mit bis zu 450 mm und eine Sturmflut von bis zu acht Metern. Präsident Miguel Díaz‑Canel rief die Bevölkerung zur höchsten Aufmerksamkeit auf und warnte vor einem Ereignis, „das sich als eines der schwersten überhaupt auf Kuba“ darstellen könnte. Transportmittel sowie Schul- und Alltagsbetrieb wurden in den betroffenen Gebieten bereits eingestellt; Strom- und Kommunikationsnetzwerke werden vorsorglich geschützt. Rückblick: Tonga Jamaika – Warnzeichen für Kuba Der Verlauf über Jamaika lässt die mögliche Auswirkung auf Kuba erahnen. In Jamaika verursachte Melissa große Schäden: In der Region St Elizabeth wurde von ausgedehnten Überschwemmungen, Stromausfällen und unpassierbaren Straßen berichtet. Mehr als 530.000 Menschen – rund 77 % der Stromkunden – waren ohne Stromversorgung. Die Weltmeteorologische Organisation (WMO) bezeichnete den Sturm für Jamaika als „Sturm des Jahrhunderts“. Wesentlich erschwerend wirkt, dass Melissa sehr langsam zieht – eine Eigenschaft, die länger Andauerndes Einwirken von Wind, Regen und Sturmflut ermöglicht und die Gefahr von Erdrutschen und weitreichenden Überschwemmungen erhöht. Bedeutung für Kuba – was wird erwartet? Für Kuba stellt sich die Lage folgendermaßen dar:
Klimatischer Kontext Meteorologen weisen darauf hin, dass die ungewöhnlich hohe Intensität von „Melissa“ in Zusammenhang mit der durch den Klimawandel bedingten Erwärmung der Meerestemperaturen zu sehen ist. Die Karibik weist derzeit Wassertemperaturen von rund 30 °C auf – Werte, die eine rapide Intensivierung von Wirbelstürmen begünstigen. Für die kubanische Insel ist Melissa eine gravierende Bedrohung – nicht zuletzt durch ihre Kombination aus Stärke, langsamer Zuggeschwindigkeit und ungünstiger Topografie im Osten des Landes. Die Maßnahmen zur Evakuierung und zum Schutz kritischer Infrastruktur deuten darauf hin, dass die kubanischen Behörden die Situation als äußerst ernst einstufen. Ob die Infrastruktur, insbesondere in den Küsten- und Bergregionen, diesen Belastungen standhält, wird sich in den kommenden Stunden und Tagen zeigen. Mehr zum Thema: Liveticker Hurrikan Melissa in Kuba
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