Neues aus Kuba
Mexiko als Brückenbauer? Sheinbaum bestätigt Gespräche zur Vermittlung zwischen den USA und Kuba18/2/2026
Mexiko prüft eine Vermittlerrolle zwischen den USA und Kuba. Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigt Gespräche und bringt Mexiko als möglicher Mediator ins Spiel. Während Mexiko Solidarität betont und neue Lieferungen vorbereitet, bleiben Treibstoffexporte vorerst gestoppt.
18.02.2026 19:40 Uhr
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Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat Gespräche bestätigt, in denen ausgelotet wird, ob Mexiko eine Vermittlerrolle zwischen den Vereinigte Staaten von Amerika und Kuba übernehmen kann. Voraussetzung dafür sei jedoch die Bereitschaft aller Beteiligten. Es hänge nicht allein vom Willen Mexikos ab, sondern ebenso von den Regierungen in Havanna und Washington sowie von den Bedingungen, die Kuba im Rahmen seiner Selbstbestimmung festlege.
Sheinbaum äußerte sich im Rahmen ihrer morgendlichen Pressekonferenz und machte deutlich, dass entsprechende Sondierungen laufen, ohne jedoch Details zu nennen. Zugleich bekräftigte sie, dass Mexiko seine humanitäre Unterstützung für die Insel angesichts der sich verschärfenden Wirtschaftskrise fortsetzen werde. Die Lage habe sich durch einen von Washington verhängten Ölboykott weiter zugespitzt. Mexiko rief andere Staaten dazu auf, sich den Hilfsanstrengungen anzuschließen. Ihr Land werde weiterhin Nahrungsmittel und andere Güter liefern, betonte Sheinbaum. Unterstützung komme nicht nur von staatlicher Seite, sondern auch aus der Zivilgesellschaft. Mexiko verstehe sich traditionell als solidarischer Partner und wolle dieser Linie treu bleiben. In der vergangenen Woche erreichten zwei mexikanische Schiffe mit mehr als 814 Tonnen Lebensmitteln und weiteren Hilfsgütern Havanna. Ein weiterer Transport sei geplant, ein genauer Zeitpunkt wurde jedoch nicht genannt. Es handelt sich um die zweite größere Hilfsaktion Mexikos, nachdem die humanitäre Situation in Kuba durch angekündigte US-Sanktionen gegen Länder, die Erdöl an die Insel liefern, zusätzlich unter Druck geraten ist. Die mexikanische Regierung kritisierte diese Sanktionsankündigungen, räumte jedoch ein, dass eigene Treibstofflieferungen an Kuba „vorerst“ gestoppt worden seien. Sheinbaum stellte ihre Haltung in den Kontext der außenpolitischen Grundsätze Mexikos: Selbstbestimmung der Völker, Nichteinmischung und die friedliche Lösung von Konflikten. Politische Entscheidungen dürften ausschließlich von den jeweiligen Nationen selbst getroffen werden. Weder Einmischung noch Invasion seien akzeptabel, betonte sie. Ob Mexiko tatsächlich als Brückenbauer zwischen Washington und Havanna fungieren kann, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die humanitäre Unterstützung für Kuba soll fortgesetzt werden – auch als politisches Signal in Zeiten wachsender Spannungen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/gufr6)
Autor: Leon Latozke
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