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Mexiko hält an seiner humanitären Hilfe für Kuba fest – trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten gegen die Karibikinsel gerichteten Zölle. Außenminister Juan Ramón de la Fuente verweist auf völkerrechtliche Verpflichtungen und zentrale Prinzipien der mexikanischen Außenpolitik.
01.02.2026 08:00 Uhr
Mexiko will seine humanitäre Unterstützung für Kuba auch unter verschärften außenpolitischen Bedingungen fortsetzen. Das stellte Außenminister Juan Ramón de la Fuente am Sonntag (1. ) bei der PLenatsitzung der Abgeordneten der regierenden Partei Movimiento Regeneración Nacional (Morena) in Mexiko-Stadt klar. Anlass sind Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump, Zölle gegen Länder zu verhängen, die Kuba direkt oder indirekt unterstützen – insbesondere mit Blick auf Energielieferungen aus Mexiko, einem der wichtigsten Erdöllieferanten der Insel.
De la Fuente betonte, dass die mexikanische Außenpolitik fest auf den Prinzipien der Verfassung und des Völkerrechts beruhe. Dazu zählten die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, die Selbstbestimmung der Völker, die friedliche Beilegung von Konflikten, die Entwicklungszusammenarbeit sowie der Respekt vor den Menschenrechten. Ebenso sei Mexiko verpflichtet, internationale Verträge einzuhalten. All dies mache das Land zu einem verlässlichen Partner in der internationalen Politik. Vor diesem Hintergrund hob der Außenminister die humanitäre Hilfe als zentrales Instrument hervor. Mexiko akzeptiere nicht, dass humanitäre Unterstützung aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen eingestellt werde, wenn ein Land sie benötige. Die Regierung werde „immer alles in ihrer Macht Stehende tun“, damit Hilfe dort ankomme, wo sie gebraucht werde. Diese Haltung gelte unabhängig von aktuellen politischen Spannungen. Die Aussagen stehen in engem Zusammenhang mit den jüngsten US-Ankündigungen. Präsident Trump hatte erklärt, Länder, die Kuba unterstützen, müssten mit handelspolitischen Konsequenzen rechnen. Präsidentin Claudia Sheinbaum warnte daraufhin, solche Maßnahmen könnten die ohnehin schwierige Lage auf Kuba weiter verschärfen und in eine humanitäre Krise münden. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Mexiko Wege suchen werde, seine Solidarität mit Kuba aufrechtzuerhalten, ohne dabei die eigenen nationalen Interessen zu gefährden. De la Fuente unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Dialogs. Effektive Diplomatie setze Gespräche voraus, die mitunter auch diskret geführt werden müssten, um Fortschritte zu ermöglichen. Die mexikanische Regierung habe die Tragweite der US-Ankündigungen genau prüfen lassen. In diesem Zuge habe der Außenminister auch mit dem US-Außenminister Marco Rubio gesprochen, wie offizielle Stellen bestätigten. Unterstützung erhielt die Position der Regierung vom Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard. Er wies darauf hin, dass mexikanische humanitäre Hilfe nicht nur Kuba zugutekomme, sondern auch vielen anderen Ländern. Zudem erinnerte er daran, dass selbst das US-Außenministerium zuletzt humanitäre Hilfe nach Kuba geschickt habe. Abschließend verwies De la Fuente darauf, dass Mexiko bei Naturkatastrophen regelmäßig anderen Staaten helfe – mit derselben Priorität, wie es dies im eigenen Land tue. Die Botschaft der Regierung ist eindeutig: Humanitäre Hilfe bleibt ein unverrückbarer Bestandteil der mexikanischen Außenpolitik, auch im Spannungsfeld internationaler Machtpolitik und wirtschaftlicher Druckmittel.
Quelle: EFE (https://t1p.de/re6wy)
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