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Mexiko widersetzt sich dem politischen Druck aus Washington und setzt seine humanitäre Hilfe für Kuba fort. Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnet die Unterstützung als souveräne Entscheidung und Ausdruck internationaler Solidarität. Auch mögliche Erdöllieferungen schließt die Regierung nicht aus.
28.01.2026 17:30 Uhr
Abbildung: Claudia Sheinbaum, 15.08.2026 Santa Elena, Petén von Presidencia de Guatemala, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC0 1.0
Trotz wachsender Kritik aus den USA setzt Mexiko seine humanitäre Unterstützung für Kuba fort. Präsidentin Claudia Sheinbaum bekräftigte am Mittwoch (28.) in Mexiko-Stadt, dass die Hilfsleistungen an die Karibikinsel „weiterhin“ geleistet würden. Dabei handele es sich um eine souveräne Entscheidung Mexikos und um einen Ausdruck traditioneller Solidarität, erklärte Sheinbaum bei ihrer täglichen Pressekonferenz.
„Die humanitäre Hilfe für Kuba, wie auch für andere Länder, wird fortgesetzt, weil es sich um humanitäre Hilfe handelt und Mexiko sich seit jeher solidarisch mit der ganzen Welt zeigt. Das sind souveräne Entscheidungen”, betonte die Präsidentin in ihrer täglichen Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. Auslöser der jüngsten Debatte sind vor allem Vorwürfe aus Washington. Mehrere US-Kongressabgeordnete hatten gefordert, die Lieferungen von mexikanischem Erdöl nach Kuba einzustellen. Sie argumentieren, dass solche Exporte das sozialistische Regierungssystem in Havanna stützten und die US-Sanktionen unterliefen. Die mexikanische Regierung weist diese Kritik zurück und betont den humanitären Charakter der Hilfe. Sheinbaum stellte zugleich klar, dass der Umfang der Unterstützung flexibel bleibe. Ob künftig auch Rohöl geliefert werde, hänge von konkreten Anfragen der kubanischen Behörden ab. Mexiko werde jeweils prüfen, welche Maßnahmen angemessen seien. Grundsätzlich gelte jedoch: Humanitäre Hilfe dürfe nicht politisiert werden. Mexiko gehört seit Jahrzehnten zu den wenigen lateinamerikanischen Ländern, die enge diplomatische Beziehungen zu Kuba pflegen. In der aktuellen wirtschaftlichen und energetischen Krise der Insel kommt diese Unterstützung für Havanna einer wichtigen Entlastung gleich – auch wenn sie die Spannungen mit den USA weiter verschärft.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/mqxqw)
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