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21.04.2026 12:00 Uhr
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Nach Kubas Entscheidung zur Öffnung weiterer Wirtschaftssektoren will Mexiko seine Präsenz ausbauen. Präsidentin Sheinbaum ließ verlauten, dass ihr Land Investitions- und Handelsmöglichkeiten prüft. Die Kooperation wird als souveräne Entscheidung verteidigt und erfolgt parallel zu humanitärer Hilfe.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Conferencia de prensa matutina en vivo. Lunes 20 de abril 2026 | Presidenta Claudia Sheinbaum. Rechte beim Uploadenden.
Mexikos Regierung prüft derzeit neue Investitionsmöglichkeiten und Handelsabkommen mit Kuba. Dies gab Präsidentin Claudia Sheinbaum am Montag (20.) in ihrer morgendlichen Pressekonferenz in Mexiko-Stadt bekannt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der jüngsten wirtschaftlichen Öffnung Kubas, des anhaltenden humanitären Engagements Mexikos für die Insel und der energiewirtschaftlichen Blockademaßnahmen Washingtons.
Sheinbaum betonte, ihre Regierung untersuche, wie die mexikanische Wirtschaftspräsenz auf Kuba ausgeweitet werden könne, nachdem die kubanische Führung beschlossen habe, weitere Sektoren ihrer Volkswirtschaft für ausländische Beteiligungen zu öffnen. „Das bedeutet, dass es Investitionen privater Unternehmen auf Kuba geben kann oder Kooperationen mit Joint Ventures. Wir arbeiten daran und prüfen, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich daraus ergeben“, so die Präsidentin. In die Gespräche seien neben der mexikanischen Agentur für internationale Entwicklungskooperation (Amexcid) auch das Finanzministerium, die Außenhandelsbank Bancomext und weitere Bundesinstitutionen eingebunden. Die Ankündigung steht in Kontinuität zu einer bereits seit Monaten verfolgten Politik der politischen und humanitären Unterstützung. Sheinbaum hatte zuletzt im Januar und März bekräftigt, dass Mexiko seine Hilfslieferungen fortsetzen werde, und die bilaterale Kooperation als souveräne Entscheidung verteidigt. Zur Abwicklung dieser Hilfe unterhält die Amexcid eine operative Vertretung auf der Insel. „Um die humanitäre Hilfe zu erleichtern, wurde an der Lieferung von Lebensmitteln und anderen Gütern gearbeitet, die das kubanische Volk benötigt“, erklärte sie. Dieses Engagement werde vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschafts- und Energiekrise Kubas fortgesetzt. Sheinbaum verwies zudem auf einen breiteren internationalen Konsens. Auf dem jüngsten Gipfel zur Verteidigung der Demokratie, der am Wochenende in Barcelona stattfand, habe Einigkeit über die Notwendigkeit bestanden, die Unterstützung für Havanna aufrechtzuerhalten. „Alle teilnehmenden Regierungen waren sich einig über die Bedeutung, die humanitäre Hilfe für Kuba fortzusetzen“, so ihr abschließendes Statement. Die mexikanische Initiative verdeutlicht somit nicht nur ein bilaterales Wirtschaftsinteresse, sondern auch den Versuch, Kubas wirtschaftliche Isolation vor dem Hintergrund komplexer geopolitischer Spannungen zu durchbrechen.
Quelle: Claudia Sheinbaum Pardo/YouTube (https://t1p.de/p2paq)
Autor: Leon Latozke
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