Neues aus Kuba
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Mexikos Marine bereitet neue humanitäre Missionen vor – Ziel: Kuba und Venezuela. Die mexikanische Präsidentin verteidigt die fortgesetzte Unterstützung trotz internationaler Spannungen um die Sanktionspolitik gegen Havanna.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: YouTUbe. Rechte beim Uploadenden.
Während sich die Energiekrise auf der Karibikinsel weiter zuspitzt, verstärkt Mexiko seine Unterstützung für Kuba. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte am Dienstag (28.) bei ihrer morgendlichen Pressekonferenz an, dass ihre Regierung neue humanitäre Hilfslieferungen für Kuba und Venezuela vorbereitet – ein weiteres Kapitel in der außenpolitischen Linie, mit der Mexiko seit Jahren demonstrativ Solidarität mit beiden Ländern zeigt.
Konkret sollen in den kommenden Wochen zwei Schiffe der mexikanischen Marine nach Venezuela auslaufen. Parallel dazu bestätigte Sheinbaum, dass auch Kuba erneut mit einer Schiffsladung an Hilfsgütern rechnen kann. Die Organisation der Lieferung an die Insel liege in den Händen von Lázaro Cárdenas, dem Chef des Präsidialamts, der eng mit der Marine zusammenarbeite. Unterstützt wird die Aktion zudem von der mexikanischen Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit Amexcid, die dem Außenministerium unterstellt ist. Für Venezuela setzt sich die Ladung aus Spenden zusammen, die von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Kollektiven gesammelt wurden, um die Bevölkerung des südamerikanischen Landes zu unterstützen. Der jüngste Hilfstransport dorthin war erst am 14. Juli angekündigt worden: Mehr als 300 Tonnen Hilfsgüter, verteilt auf zwei Schiffe, sollten den Opfern der Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 vom 24. Juni helfen. Sheinbaum verteidigte die Fortsetzung dieser Kooperationspolitik als Ausdruck des Respekts vor der Souveränität der Völker. Mexiko werde seine Unterstützung für das kubanische Volk fortsetzen, betonte sie. Die mexikanischen Hilfslieferungen an Kuba sind in diesem Jahr bereits mehrfach erfolgt. Sie zielen darauf ab, die Folgen der schweren Energiekrise abzumildern, die das Land seit Monaten im Griff hat. Havanna macht dafür in erster Linie das seit über sechs Jahzehnten bestehende US-Embargo verantwortlich, das sich in jüngster Zeit noch einmal verschärft habe. Kubanische Behörden verweisen dabei insbesondere auf US-Sanktionen gegen Staaten, die Treibstoff mit der Insel handeln – diese würden die ohnehin angespannte wirtschaftliche und energetische Lage zusätzlich verschärfen. Mexikos Engagement reiht sich damit in eine Reihe lateinamerikanischer Solidaritätsgesten ein, die in den vergangenen Monaten trotz – oder gerade wegen – der verschärften US-Sanktionspolitik gegenüber Kuba an Häufigkeit zugenommen haben.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/yv5yg)
Autor: Leon Latozke
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