Neues aus Kuba
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26.03.2026 08:00 Uhr
Mexiko hält an seiner Zusammenarbeit mit kubanischen Ärzten fest. Präsidentin Claudia Sheinbaum betont den Nutzen für die medizinische Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen. Während mehrere Länder Lateinamerikas ihre Programme unter politischem Druck aus den USA beenden, setzt Mexiko weiterhin auf Kooperation.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat bekräftigt, dass Mexiko an seiner Zusammenarbeit im Gesundheitssektor mit Kuba festhalten wird. Trotz wachsender politischer Spannungen und der Entscheidung mehrerer lateinamerikanischer Staaten, ihre Programme mit kubanischen Ärzten zu beenden, sieht die Regierung in Mexiko weiterhin klare Vorteile in dieser Kooperation.
Während ihrer täglichen Pressekonferenz hob Sheinbaum am Mittwoch (25.) hervor, dass es sich um eine funktionierende bilaterale Vereinbarung handle, die einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Land leiste. Insbesondere während der COVID-19-Pandemie hätten kubanische Fachkräfte eine zentrale Rolle gespielt. In einer Phase, in der das mexikanische Gesundheitssystem stark unter Druck stand, seien sie unter schwierigen Bedingungen ins Land gekommen und hätten entscheidend zur Versorgung beigetragen.
Auch heute noch seien diese Ärzte unverzichtbar, vor allem in abgelegenen und strukturschwachen Regionen, in denen es an spezialisierten Fachkräften mangelt. Nach Angaben der Präsidentin schließen sie Versorgungslücken, die durch fehlende medizinische Infrastruktur und Personalmangel entstehen.
Gleichzeitig wies Sheinbaum Kritik zurück, wonach die Arbeitsbedingungen der kubanischen Ärzte problematisch seien. Sie stellte klar, dass die Mediziner regulär bezahlt würden und ihre Vergütung direkt erhalten. Damit widersprach sie Vorwürfen, die Programme seien intransparent oder unfair organisiert. Mexiko positioniert sich damit bewusst gegen einen Trend in Lateinamerika. Länder wie Honduras, Guatemala und Jamaika haben ihre Vereinbarungen mit Kuba zuletzt beendet. Auch Ecuador und Costa Rica haben ihre diplomatischen Beziehungen faktisch reduziert. Hintergrund ist vor allem der wachsende Druck durch die USA, die diese Programme teilweise als Form von Zwangsarbeit kritisieren Trotz dieser Entwicklungen betonte Sheinbaum, dass Mexiko einen eigenständigen Kurs verfolge. Die kubanischen Ärzte seien dort im Einsatz, wo mexikanische Spezialisten häufig nicht tätig sein wollten – insbesondere in ländlichen Gebieten mit begrenzten Ressourcen. Neben der medizinischen Versorgung verwies die Präsidentin auch auf die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Diese umfasse unter anderem den Zugang zu innovativen Behandlungen und Medikamenten, etwa bei chronischen Erkrankungen wie dem diabetischen Fußsyndrom. Für die Regierung stehe dabei das Wohl der Bevölkerung im Vordergrund: Jeder Mensch solle Zugang zu wirksamen Therapien erhalten, unabhängig von politischen Debatten. Abschließend stellte Sheinbaum die Kooperation in einen größeren ethischen Kontext. Sie sprach von einem „mexikanischen Humanismus“, der darauf abziele, Menschen in Not zu unterstützen. Diese Haltung sei tief in der Gesellschaft verwurzelt und präge auch die Außenpolitik des Landes. Während sich viele Staaten der Region zunehmend von Kuba distanzieren, bleibt Mexiko damit einer der wichtigsten Partner der Insel – gemeinsam mit politischen Verbündeten wie dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.
Quelle: EFE (https://t1p.de/zqtu6)
Autor: Leon Latozke
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