Neues aus Kuba
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25.02.2026 08:30 Uhr
Die Zukunft der Öl-Lieferungen Mexikos an Kuba ist weiter unklar. Nach dem Urteil vom US Supreme Court, das ein einen Großteil der von Donald Trump verhängten globalen Zölle für rechtswidrig erklärt, prüft Präsidentin Sheinbaum das weitere Vorgehen.
Abbildung: Claudia Sheinbaum bei Konferenz, 3. Feb. 2025, Mexiko (Bildquelle: Claudia Sheinbaum von Eneas De Troya, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY 2.0)
Die Frage nach den Öl-Lieferungen Mexikos an Kuba bleibt vorerst unbeantwortet. Präsidentin Claudia Sheinbaum stellte am Dienstag (24.) in ihrer Morgenpressekonferenz klar, dass die mexikanische Regierung derzeit prüft, wie sie mit dem Thema umgehen will. Damit reagierte sie auf die jüngsten Entwicklungen in Washington, wo das Oberste Gericht der USA am 20. Februar 2026 in einem wegweisenden Urteil einen Großteil der von Donald Trump verhängten globalen Zölle für rechtswidrig erklärt hat.
Die Vorgeschichte zeigt, wie sensibel der Energiesektor in der diplomatischen Dreiecksbeziehung Mexiko–USA–Kuba ist. Ende Januar hatte Petróleos Mexicanos (Pemex) eine für Kuba bestimmte Rohöllieferung storniert. Zuvor hatte die Regierung unter Donald Trump Sanktionen angekündigt, die zusätzliche Zölle gegen Länder vorsahen, die Handel mit der Insel betrieben. Die Entscheidung galt als Vorsichtsmaßnahme angesichts möglicher Vergeltungsmaßnahmen durch den wichtigsten Handelspartner Mexikos. Mit dem Urteil des US Supreme Court hat sich der außenpolitische Spielraum Mexikos verändert. Dennoch bleibt die Regierung vorsichtig. Sheinbaum betonte, dass die Entscheidung über künftige Öl-Lieferungen noch nicht gefallen sei: „Wir informieren Sie, sobald eine Entscheidung getroffen wurde.“ Das Gericht urteilte, dass das Gesetz über wirtschaftliche Notfallbefugnisse dem Präsidenten nicht das Recht gibt, einseitige Zölle zu verhängen. Trump reagierte darauf mit einer Executive Order, die die zuvor angekündigten Zölle aufhob. Der Status der „nationalen Notlage“ gegenüber Kuba und andere Sanktionsmaßnahmen sind allerdings unverändert in Kraft, und vielen potentiellen Lieferanten bleibt der de facto der Druck erhalten, sich nicht an Energiegeschäften mit der Insel zu beteiligen. Für Kuba bedeutet dies, dass die Versorgungssicherheit kurzfristig nicht garantiert ist. Die Insel bleibt auf Importe angewiesen, während Mexiko seine Position zwischen diplomatischem Pragmatismus und wirtschaftlicher Eigeninteressen abwägt. Die Entscheidung Mexikos könnte zudem Signalwirkung für andere lateinamerikanische Länder haben, die wirtschaftliche Beziehungen zu Kuba unterhalten. Ein klares Signal aus Mexiko würde sowohl den Handel mit Kuba stabilisieren als auch das Verhältnis zu Washington auf die Probe stellen. Bis dahin bleibt die Situation ungewiss, und jede weitere Lieferung von Pemex an die Insel ist Gegenstand sorgfältiger Prüfung.
Quelle: Gobierno de Mexico (https://t1p.de/35gj4)
Autor: Leon Latozke
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