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Mexiko und Kuba haben ein neues Kooperationsabkommen zum Schutz ihrer Biosphärenreservate unterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Forschung, der Austausch von Erfahrungen im Umweltmanagement sowie die Stärkung lokaler Gemeinschaften in der Sierra de Manantlán und der Sierra del Rosario.
Abbildung: Mirador de Soroa in der kubanischen Provinz Artemisa, von Manfred Foeger. Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY-SA 4.0
Mexiko und Kuba haben ihre Zusammenarbeit im Bereich des Umweltschutzes ausgeweitet. Vertreter beider Länder unterzeichneten am 16. Juli ein bilaterales Abkommen zur engeren Kooperation zwischen den Biosphärenreservaten Sierra de Manantlán in Mexiko und Sierra del Rosario auf Kuba. Die Vereinbarung zielt auf den Schutz der Biodiversität, den Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Einbindung lokaler Gemeinschaften.
Die Unterzeichnung fand im Botanischen Garten von Soroa in der kubanischen Provinz Artemisa statt. Beteiligt waren Lelieth Feyobe Sandoval, Direktorin der kubanischen Sierra del Rosario, und Carlos Alberto Gallegos Solórzano, Leiter des mexikanischen Reservats. Laut dem mexikanischen Umweltministerium Semarnat sollen beide Regionen künftig enger im Bereich der ökologischen Forschung, der nachhaltigen Landnutzung sowie der Klimawandelanpassung kooperieren. Der zwischenstaatliche Aktionsplan umfasst unter anderem die Förderung agrobiodiverser Anbaumethoden, den Ausbau biologischer Korridore sowie gemeinsame Studien zur Resilienz von Ökosystemen. Auch Aspekte wie Managementstrategien, Ökosystemdienstleistungen und die Stärkung junger Akteure in Umweltinitiativen sollen stärker vernetzt werden. Die Kooperation hat symbolischen Charakter: Bereits vor dreißig Jahren wurde eine erste Vereinbarung zwischen den beiden Schutzgebieten geschlossen. Die jetzt erfolgte Neuauflage gilt als Signal für eine verstärkte bi-nationale Umweltpolitik zwischen den beiden Staaten, die traditionell enge diplomatische Beziehungen pflegen. Begleitet wurde die Unterzeichnung von einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe in der kubanischen Sierra del Rosario, die Präsentationen, Arbeitsgruppen und Kooperationsgespräche umfasste. Ein zentrales Thema war die Rolle von Gebirgsökosystemen für den Schutz tiefer gelegener, küstennaher Wassereinzugsgebiete – ein Aspekt, der angesichts zunehmender Extremwetterlagen an Bedeutung gewinnt. Die mexikanische Sierra de Manantlán liegt an der Grenze der Bundesstaaten Jalisco und Colima und ist unter anderem für ihre genetische Vielfalt beim Wildmais bekannt. Die kubanische Sierra del Rosario war 1984 das erste Gebiet des Landes, das den Status eines Biosphärenreservats erhielt. Ihre tropischen Wälder beherbergen zahlreiche endemische Arten. Mit dem Abkommen streben Mexiko und Kuba nicht nur einen vertieften wissenschaftlichen Austausch an. Es soll auch dazu beitragen, Strategien zum Schutz natürlicher Ressourcen und zur Stärkung ländlicher Gemeinschaften grenzüberschreitend zu entwickeln und umzusetzen.
Quelle: La Gaceta (https://t1p.de/h9450)
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Text: Leon Latozke
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