Neues aus Kuba
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18.06.2026 09:00 Uhr
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"Wir sind gegen Blockaden, sie treffen die Bevölkerung", sagte Mexikos Präsidentin Sheinbaum mit Blick auf Kuba. Sie bekräftigte die Unterstützung für das Selbstbestimmungsrecht der Insel und lehnte Gewalt ab.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Video. Rechte beim Uploadenden.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat die grundsätzliche Position ihrer Regierung zur Unterstützung der Selbstbestimmung Kubas untermauert und sich erneut deutlich gegen die von den USA verhängten Wirtschaftssanktionen ausgesprochen. „Wir sind nicht einverstanden mit Blockaden. Sie treffen die Bevölkerung, nicht die Regierungen“, betonte die Staatschefin bei ihrer täglichen Pressekonferenz am Mittwoch (17.) . Sie stellte klar, dass Mexiko stets für den Dialog eintrete und gewaltsame Lösungen ablehne. Die Unterstützung für das kubanische Volk sei Teil einer tief verwurzelten historischen Politik. Sheinbaum erinnerte daran, dass Mexiko seit 1961 das einzige Land war, das konsequent gegen die US-Sanktionen gegen Kuba stimmte.
In jüngsten bilateralen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump habe sie zudem die Reformbemühungen Kubas hervorgehoben. Angesichts der verschärften Restriktionen habe die Insel in verschiedenen Wirtschaftsbereichen einen Öffnungsprozess eingeleitet. Sheinbaum erklärte, sie habe Trump gegenüber ihre prinzipielle Haltung dargelegt – stets mit dem Ziel, die guten Beziehungen zu den USA zu wahren, aber auch ohne die eigenen Grundsätze zu verraten. „Als er mich zu diesem Thema befragte, gab ich ihm meine Meinung, so wie ich es grundsätzlich tue, und stets bemüht, ein gutes Verhältnis zur US-Regierung zu pflegen, aber auch unsere Prinzipien zu verteidigen“, so die Präsidentin. Bereits Anfang Juni hatte Sheinbaum bekräftigt, dass Mexiko seine Unterstützung für Kuba durch humanitäre Hilfslieferungen und die Fortführung des Programms „Sembrando Vida“ fortsetzen werde. Diese mexikanische Initiative zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Landwirten zu verbessern und die Ernährungssouveränität zu stärken. Die Solidaritätsbekundung aus Mexiko fällt in eine Zeit massiver wirtschaftlicher Bedrängnis für die Karibikinsel. Seit mehr als sechs Jahrzehnten leidet Kuba unter der von den USA verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade. Diese wurde zuletzt drastisch verschärft. Auslöser war eine von Trump im Januar unterzeichnete Exekutivanordnung, die den Zugang Kubas zu Treibstoffen massiv einschränkt und Staaten, die Öl an die Insel liefern, mit Zöllen droht. Die US-Maßnahmen haben zu einer schweren Treibstoffknappheit geführt, die bereits lebenswichtige Bereiche der kubanischen Gesellschaft lähmt. Das Gesundheitssystem, die Stromerzeugung, die Trinkwasserversorgung und die gesamte Lebensmittelproduktionskette sind in ihrer Funktionsfähigkeit massiv beeinträchtigt. Der Energiekrise wurde am 11. Juni weiter verschärft, als das US-Finanzministerium den staatlichen kubanischen Ölkonzern Unión Cuba-Petróleo (CUPET) auf seine Sanktionsliste setzte. Dieser Schritt untersagt US-Bürgern und Unternehmen praktisch jede Geschäftsbeziehung mit dem Unternehmen und zielt darauf ab, die letzten legalen Versorgungswege für Treibstoff auf der Insel zu kappen.
Quelle: Claudia Sheinbaum Prado/YouTube (https://t1p.de/fa27y)
Autor: Leon Latozke
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