Neues aus Kuba
Aktuelle Nachrichten und Meldungen, Analysen und Hintergrundinformationen
|
Vietnam hat eine großangelegte Spendenaktion gestartet, um Kuba in seiner anhaltenden Wirtschaftskrise zu unterstützen. Innerhalb von zwei Tagen wurden mehr als 4,8 Millionen US-Dollar gesammelt – deutlich mehr als das ursprüngliche Ziel.
16.08.2025 09:11 Uhr
Abbildung: Vietnam sammelt Millionen für Kuba. Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Vietnam hat eine groß angelegte Spendenaktion gestartet, um Kuba in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten zu unterstützen. Innerhalb von 48 Stunden kamen nach Angaben staatlicher Medien rund 4,8 Millionen US-Dollar zusammen – mehr als doppelt so viel wie ursprünglich geplant.
Die Kampagne, die bis zum 16. Oktober läuft, ist Teil der Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten. Die vietnamesische Regierung hatte zunächst ein Ziel von umgerechnet 2,1 Millionen Euro ausgegeben. Die Gelder sollen für medizinische Ausrüstung, lebensnotwendige Güter und Programme zur nachhaltigen Entwicklung verwendet werden. Damit will Hanoi nach eigenen Angaben die Folgen der Corona-Pandemie, wiederkehrender Naturkatastrophen und die Auswirkungen der US-Sanktionen auf Kuba abfedern. Organisiert wird die Aktion breit angelegt: Spenden können online per QR-Code überwiesen oder an Sammelstellen in Schulen, Betrieben und lokalen Gemeinden abgegeben werden. Offizielle Medien sprechen von einem „Beweis der Freundschaft und Solidarität“ mit Kuba. Für die Karibikinsel hat die Kampagne nicht nur symbolischen Wert. Kuba kämpft seit Jahren mit einer Kombination aus hoher Inflation, häufigen Stromausfällen und massiven Versorgungsengpässen. Lebensmittel und Alltagsgüter sind vielerorts knapp, die staatlich subventionierte Grundversorgung („canasta básica“) wird nur unregelmäßig verteilt. Vietnam spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Das Land ist inzwischen der wichtigste Reislieferant für Kuba, wo das Grundnahrungsmittel im Durchschnitt mehr als 60 Kilogramm pro Person und Jahr konsumiert wird. Gemeinsam mit China hat Hanoi wiederholt Hilfslieferungen auf den Weg gebracht, um die Versorgung zu stabilisieren. Nach offiziellen Angaben gibt Kuba jährlich rund zwei Milliarden US-Dollar für Nahrungsmittelimporte aus, die für die Grundversorgung der Bevölkerung unverzichtbar sind. Die jetzige Spendenkampagne knüpft daran an und soll über die Lieferung von Reis hinaus weitere dringend benötigte Güter bereitstellen. Politisch versteht Hanoi die Aktion auch als Signal gegen die jahrzehntelangen US-Sanktionen. In Kommentaren der staatlichen Presse wird betont, dass die Krise in Kuba nicht allein auf Fehler der Regierung in Havanna zurückzuführen sei, sondern in erheblichem Maße durch das Embargo verschärft werde. Dass innerhalb weniger Tage ein Vielfaches des ursprünglichen Ziels erreicht wurde, zeigt den Stellenwert, den die Solidarität mit Kuba in Vietnam noch immer besitzt. Ob die Hilfsgüter kurzfristig eine spürbare Verbesserung der Lage auf der Insel bewirken können, ist offen. Fest steht jedoch, dass Kuba in seiner aktuellen Situation auf internationale Unterstützung angewiesen bleibt – und dass Vietnam zu den verlässlichsten Partnern zählt.
Quellen: Voice of Vietnam (https://t1p.de/ihrvs), Tuoitre News(https://t1p.de/ihrvs)
Anzeige (G2)
|
|
Letzte Meldungen
Text: Leon Latozke
Anzeige (G1)
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |
|
|
| Anzeige (G3) |