Neues aus Kuba
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Der Kreml bezeichnet Berichte über eine mögliche US-Totalblockade gegen Kuba als alarmierend. Besonders eine Unterbrechung der Ölversorgung könnte gravierende Folgen haben. Russland bekräftigt seine Solidarität mit Havanna und warnt vor einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen Washington, Kuba und dessen Verbündeten.
27.01.2026 09:30 Uhr
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Moskau bewertet Berichte über eine mögliche vollständige Blockade Kubas durch die Vereinigten Staaten als „alarmierend“. Nach Angaben des Kremls prüft die US-Regierung unter Präsident Donald Trump offenbar Maßnahmen, die darauf abzielen, die Versorgung der Karibikinsel – insbesondere mit Erdöl – zu unterbinden, um einen politischen Wandel in Havanna zu erzwingen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland habe entsprechende Informationen aufmerksam verfolgt und betonte die Entschlossenheit der kubanischen Führung, ihre Unabhängigkeit und nationalen Interessen zu verteidigen.
Russland unterstreicht in diesem Zusammenhang die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zu Kuba. Moskau zählt zu den wichtigsten außenwirtschaftlichen Partnern der Insel und hat im März 2025 ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit mit Havanna geschlossen. Präsident Wladimir Putin bekräftigte zuletzt die Solidarität Russlands mit Kubas Anspruch auf Souveränität, vermied jedoch eine direkte Kritik an Washington im Zusammenhang mit der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, einem engen Verbündeten der kubanischen Führung. Die Spannungen sind Teil einer breiteren geopolitischen Konfrontation in Lateinamerika. Der russische Innenminister Wladimir Kolokóltsev hatte bei einem Treffen mit Raúl Castro die US-Aktion gegen Venezuela vom 3. Januar 2026 als militärische Aggression bezeichnet und den Angehörigen der dabei getöteten venezolanischen Sicherheitskräfte kondoliert. Venezuela gilt als zentraler politischer und wirtschaftlicher Partner Kubas, insbesondere bei der Energieversorgung. Sollte Washington tatsächlich eine umfassende Blockade verhängen, könnte dies erhebliche Folgen für die ohnehin fragile kubanische Wirtschaft haben. Eine Einschränkung der Ölimporte würde insbesondere den Energiesektor, den Transport und die Stromversorgung treffen und könnte die bereits angespannte Versorgungslage der Bevölkerung weiter verschärfen. Russland signalisiert mit seinen Stellungnahmen, dass es eine weitere Eskalation im Verhältnis zwischen den USA und Kuba mit Sorge betrachtet und zugleich seine Rolle als strategischer Partner Havannas betont.
Der Artikel wurde zuerst bei Mundus Novus 24 veröffentlicht.
Autor: Leon Latozke
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